Mods vs. Rocker(s) und die Moral Panic
criminologia | 24. Oktober 2009 — Wenn es dunkel wird in den Vorstädten, jaulen ihre Motorräder auf den Ausfallstraßen … Die Rede ist von Rockern, jener Jugend…
Langsam aber sicher entwickelt sich ARTE zum Criminologia-Haussender. Die kriminologisch interessanten Beiträge häufen sich in derartiger Anzahl, dass ich mit den Ankündigungen gar nicht hinterherkomme. So habe ich es bedauerlicherweise versäumt, rechtzeitig auf den Dokumentarfilm Mods & Rockers aufmerksam zu machen, der am 19. August in der Reihe Summer of the 60′s ausgestrahlt wurde.
Glücklicherweise wird der französische Dokumentarfilm die nächsten Wochen noch einige Male wiederholt und zwar am
Freitag, 27. August 2010, 13:00 Dienstag, 31. August 2010, 05:00 Donnerstag, 2. September 2010, 13:00 Samstag, 4. September 2010, 05:00Der Film beschreibt die gewaltsamen Auseinandersetzungen zweier verfeindeter Jugendgruppen – den Mods und den Rockern – die 1964 im englischen Badeort Brighton in Straßenkämpfen eskalierten. Die durch die Massenmedien geschürte Furcht und Entrüstung breiter Bevölkerungsschichten über diesen vermeintlichen Angriff der Jugendlichen auf gesellschaftliche Normen- und Werte inspirierten den Soziologen Stanley Cohen zu seinen viel rezitierten Ausführungen zu Folk Devils and Moral Panics (1972).
Aktuell ist der Film auch noch auf der ARTE+7-Internetseite zu betrachten.
(Direktlink zum Video)
1964: Tausende Jugendliche aus dem ganzen Land liefern sich im südenglischen Badeort Brighton brutale Straßenschlachten. Das Ereignis nimmt Ausmaße an, die sich nicht mehr unter reinem Hooliganismus verbuchen lassen. Die feindlichen Lager bestehen aus Anhängern zweier unterschiedlicher Jugendsubkulturen, den Mods und den Rockern.
In ihrem Konflikt geht es um Kleidung, Reviere, Musikgeschmack und eine diametral entgegengesetzte Lebenseinstellung: Die Rockers erwarten nichts von der Gesellschaft, die sie als Maschine zur Zerstörung ihres Außenseiter-Individualismus verstehen; die Mods hingegen wollen das System…
» Vollständiger ArtikelErschienen 25. August 2010 auf http://criminologia.de.
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