Armseligkeit in Vollendung

Ein "Dissertationsservice" speziell für Mediziner wirbt mit folgendem Text: Bei der Besetzung höherer Positionen im klinischen Bereich werden oftmals Kolleginnen MIT Titel vorgezogen. Auch in Zukunft wird die Vergabe eines Chefarztpostens in der Regel einer Promotion bedürfen. Im niedergelassenen Bereich stellt der Doktortitel auf dem Arztschild ein wichtiges Statussymbol dar. In der Industrie haben titellose Mediziner wenig Aufstiegschancen. Gleich im nächsten Absatz (!) teilt man mit: Mit der Dissertation stellt die Doktorandin unter Beweis, ein aktuelles und anspruchsvolles wissenschaftliches Thema selbstständig bearbeiten zu können. Mit diesem Selbstverständnis gehen dann auch Sie durch Ihr Berufsleben. Besser hätte man es nicht ausdrücken können. Um die letzten "Zweifler" zu überzeugen, fasst man schließlich das eigene Verständnis wissenschaftlicher Eigenständigkeit wie folgt zusammen: Verlassen Sie sich bei Gliederung, Aufbau und Texterstellung gern auf unsere Er…

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Themen: Humbug , Karriere , Wissenschaft

Erschienen 12. April 2010 auf http://www.jurabilis.de.

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