Im Osten bis zu einem Viertel der Bevölkerung von Armut bedroht
Reuters | 15. Dezember 2009 — Berlin (Reuters) - In einigen Regionen Ostdeutschlands sind prozentual mehr als doppelt so viele Menschen von Armut bedroht wie…
Die auf der Grundlage von Daten des Mikrozensus für das Jahr 2007 vom Statistischen Bundesamt erstellten Berechnungen zeigen, dass in den neuen Bundesländern fast jeder Fünfte (19,5%), in den neuen Bundesländern “nur” jeder achte armutsgefährdet ist (12,9%), in Mecklenburg-Vorpommern ist fast ein Viertel (24,3%) und in Sachsen-Anhalt ein Fünftel (21,5%) vom Risiko der Armut bedroht. In Gesamtdeutschland liegt die Quote bei 14,3 Prozent. Als armutsgefährdet gilt, wer mit weniger als 60% des mittleren Einkommens (Median) der Bevölkerung auskommen müssen.
Bezieht man den Landesmedian freilich ein, so gleichen sich die teils enormen Unterschiede etwas aus, da Armut in Bayern regional anders aussieht als in Mecklenburg-Vorpommern. Gemessen am Bundesmedian sind etwa in Bayern 11 Proz…
» Vollständiger ArtikelErschienen 19. Mai 2009 auf http://log.handakte.de/.
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Die Armutsgefährdungsquote ist in Deutschland in den Bundesländern unterschiedlich. Gemäß der Definition der Europäischen Union ist die Armutsgefährdungsquote der Anteil der Personen, die mit weniger als 60% des mittleren Einkommens (Median) der Bevölkerung auskommen müssen. Während in Mecklenburg-Vorpommern knapp ein Viertel (24,3%) und in Sachsen-Anhalt gut ein Fünftel (21,5%) der Bevölkerung weniger als 60% des mittleren Einkommens in Deutschland zur Verfügung hat, trifft dies in den südlichen Bundesländern Baden-Württemberg (10,0%) und Bayern (11,0%) nur auf rund ein Zehntel zu. Dies geht aus Berechnungen des Mikrozensus für das Jahr 2007 hervor, die von den Statistischen Ämtern des Bundes und der Länder im Rahmen des Projekts „Sozialberichterstattung der amtlichen Statistik“ erstmals durchgeführt wurden.