ARD denkt über kostenpflichtige Angebote in der Zukunft nach
am 10.05.2007 von http://www.recht-blog.com
Gerade haben wir darüber berichtet, dass die ARD eine Rundfunkgebührenerhebung für 2009 plant und nun ist zu lesen, dass auch im digitalen Sektor über kostenpflichige Angebote nachgedacht wird.
Vorstellbar ist zum Beispiel “Video on demand”, bei dem der Nutzer einen Kosten deckenden Beitrag zahlt, sagte MDR-Intendant Udo Reiter. Wir wollen damit aber keine großen Geschäfte machen. Auch er wolle Mischmodelle im Öffentlich-Rechtlichen für die Zukunft nicht ausschließen, sagte Sachsens Staatskanzlei-Chef Hermann Winkler (CDU).
Und natürlich möchten auch die Privatsender eine kostenpflichtige Variante der online und digitalen Angebote von ARD und ZDF.
Die ZDF-Mediathek kann nicht dauerhaft kostenlos zu haben sein, forderte der Präsident des Verbandes Privater Rundfunk und Telemedien, Jürgen Doetz. Deutsche Privatsender hatten in Brüssel eine Beschwerde wegen der zunehmenden digitalen Aktivitäten der gebührenfinanzierten Konkurrenten eingelegt. Die EU-Kommission stellte das Verfahren gegen ARD und ZDF Ende April ein - und gab damit Rechtssicherheit für Angebote über Handy, Internet oder neue Digitalkanäle.
Die Frage ist, in welchem Rahmen dies mit dem Rundfunkstaatsvertrag vereinbar ist.
Quelle: newsroom vom 10.05.2007
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