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Arbeitsrecht: Kranker Arbeitnehmer muss Aufenthaltsort nicht mitteilen

am 12.12.2005 von http://info.folkertjanke.de

Bei einer Erkrankung muss ein Arbeitnehmer seinen genauen Aufenthaltsort nicht mitteilen.



Dies geht aus einem Urteil des Landesarbeitsgerichts (LAG) Bremen vom 30.06. 2005 (Az.: 3 Ta 22/05) hervor.



Allerdings müsse der Arbeitnehmer bei längerer Abwesenheit vom Wohnort per Post erreichbar sein, heißt es weiter. In dem verhandelten Fall erreichte den Mitarbeiter eine Kündigung erst nach Ablauf der Klagefrist. Er war nach einem Bandscheibenvorfall für einige Monate zu einer Bekannten gezogen. Der Mitarbeiter beantragte nachträgliche Klagezulassung. Der Arbeitgeber versuchte dies mit dem Argument zu verhindern, der Angestellte hätte ihm seinen Aufenthaltsort nennen müssen.



Das LAG Bremen folgte zwar der Argumentation des Arbeitgebers nicht, ließ aber auch die nachträgliche Klage nicht zu. Denn der Mitarbeiter hätte dafür sorgen müssen, dass ihn wichtige Post erreicht. Eine Kündigung darf also an die Heimatadresse eines Mitarbeiters zugestellt werden. Nur bei Abwesenheit von weniger als sechs Wochen wird die nachträgliche Klage zugelassen, …

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In diesem privaten Webblog berichtet der Lichtenberger Rechtsanwalt Folkert Janke über rechtliche und alltägliche Themen.

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