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Arbeitsrecht: Benachteiligung muss begründbar sein

am 13.05.2008 von LohnPraxis-Weblog

Eine Schwangerschaft an sich reicht noch nicht aus, um eine geschlechterspezifische Benachteiligung zu beweisen, wenn ein männlicher Mitbewerber einer Arbeitnehmerin bei der Stellenauswahl vorgezogen wird. Die schwangere Arbeitnehmerin muss weitere Tatsachen vortragen, die die Benachteiligung ihres Geschlechts vermuten lassen. An diese sind aber keine strengen Anforderungen geknüpft.
Die Klägerin vor dem Bundesarbeitsgericht (BAG) war als Abteilungsleiterin beschäftigt. Als die Stelle ihres Vorgesetzten frei wurde, besetzte das Unternehmen diese mit einem männlichen Kollegen und nicht mit der …

BAG: Zum Beweis der Benachteiligung einer Frau wegen Schwangerschaft bei der Stellenbesetzung - Urt. v. 24.04.2008, Az. 8 AZR 257/07

AGGblog.de / Das BAG hat zum Beweis der Benachteiligung wegen des Geschlechts zur alten Rechtslage nach § 611a Abs. 1 BGB wie folgt entschieden: “Bewirbt sich eine schwangere Arbeitnehmerin um eine Stelle und besetzt der Arbeitgeber, dem die Schwangerschaf…

Glaubhaftmachung einer AGG-Diskriminierung durch Indizien

andreas-buschmann.net / Bewirbt sich eine schwangere Arbeitnehmerin auf eine Stelle und besetzt der Arbeitgeber, dem die Schwangerschaft bekannt ist, diese Stelle mit einem männlichen Mitbewerber, dann kann dies eine verbotene Diskriminierung wegen des Geschlechts se…

BAG: Niedrigere Entlohnung einer Lehrerin aus Geldmangel ist geschlechtsbezogene Benachteiligung - Urteil vom 14.8.2007, Az. 9 AZR 943/06 -

Arbeitsrecht-Blog.de / Das BAG hat in einem Urteil vom 14.08.2007 zur diskriminierenden Entlohnung einer Lehrerin entschieden. Die Klägerin ist angestellte Lehrerin bei dem beklagten Schulträger. Über 90 % der Schüler des Beklagten sind Jungen. Neben der Klägerin besc…

Anspruch auf Gleichbehandlung - geschlechtsbezogene Benachteiligung

Recht und Alltag / Der arbeitsrechtliche Gleichbehandlungsgrundsatz ist ua. dann verletzt, wenn der Arbeitgeber gegen eine Norm verstößt, die eine Benachteiligung von Arbeitnehmern ausdrücklich verbietet. Ein solches Verbot enthielt § 611a BGB, der die Benachteilig…

Bundesarbeitsgericht zu geschlechtsspezifischer Benachteiligung wegen Schwangerschaft bei einer Stellenbesetzung

recht verständlich / Das Bundesarbeitsgericht hat sich in einer Entscheidung vom 24. April 2008 mit der Frage auseinandergesetzt, wann eine geschlechtsspezifische Benachteiligung wegen Schwangerschaft vorliegt. Der jetzt entschiedene Fall hatte zwar noch das „alte̶…

Männlicher Bewerber statt schwangerer Bewerberin befördert - keine Diskriminierung

andreas-buschmann.net / Die Arbeitnehmerin machte Schadensersatz wegen einer Benachteilung aus geschlechtsspezifischen Gründen mit der Begründung geltend, sie sei bei der Beförderung in eine Direktorenstelle gegenüber einem männlichen Bewerber  aus geschlechtsspezifis…

Erste Klage gegen Benachteiligung wegen Mutterschaft anhängig

AGGblog.de / Vor dem Wiesbadener Arbeitsgericht ist offensichtlich einer der ersten Rechtsstreite anhängig, in dem es um eine Diskriminierung wegen Mutterschaft geht. Eine unmittelbare Benachteiligung wegen des Geschlechts liegt gemäß § 3 Abs. 1 S. 2 AGG auch…

Arbeitsgericht Stuttgart: Signifikante Statistik als Indiz für Diskriminierung wegen des Geschlechts - Urt. v. 26.4.2007, Az. 15 Ca 11133/06

AGGblog.de / Gemäß § 3 Abs. 2 AGG liegt eine unzulässige mittelbare Benachteiligung wegen des Geschlechts vor, wenn dem Anschein nach ein neutrales Verfahren eine Person wegen eines in § 1 AGG genannten Grundes in besonderer Weise benachteiligen kann. Das Gl…

AGG bei Kleinunternehmern und Selbstständigen noch nicht angekommen

Arbeitsrecht-Blog.de / Der allsamstägliche Blick in die Tagespresse offenbart unter der Rubrik „Stellenanzeigen“ eine noch immer große Kluft zwischen Wunsch (des AGG-Gesetzgebers) und Wirklichkeit. Ein Beispiel: „Engagierte Mitarbeiterin für vielseitige Facharztpr…

Antidiskrimierungsgesetz

Recht und Gesetz / Ziel des Gesetzes Nach dem Entwurf darf niemand wegen seiner Rasse, seiner ethnischen Herkunft, seines Geschlechts, seiner Religion oder Weltanschauung, einer Behinderung, seines Alters oder sexuellen Identität benachteiligt werden (§ 1 ADG). Der…

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