Arbeitsrecht - Allgemeines Gleichbehandlungsgesetz (AGG)

Schadensersatz nach AGG

LAG Schleswig-Holstein, Urt. v. 09.12.2008, Az.: 5 Sa 286/08

Erfüllt ein Bewerber das in einer Stellenanzeige festgelegte Anforderungsprofil augenscheinlich nicht, ist eine Entschädigung nach dem AGG ausgeschlossen.

Ein seit längerem arbeitsloser Groß- und Außenhandelskaufmann bewarb sich auf eine Stellenanzeige, in der “ein/e jüngerer/e Buchhalter/in in Vollzeit mit abschlossener Berufsausbildung, mehrjähriger Berufserfarhung in Rechnungswesen, Finanzbuchhaltung und MS-Office sowie mit betriebswirtschaftlichen Grundkenntnissen” gesucht wurde. Als seine Bewerbung erfolglos blieb, machte der Kaufmann eine Entschädigung i.H.v. 40.000,- € gegen das ausschreibende Unternehmen geltend.

Das LAG Schleswig-Holstein wies die Klage ab und stellte klar, dass die eine Entschädigung auslösende Benachteiligung i.S.d. AGG nur in Betracht kommt, wenn sich der Bewerber subjektiv ernsthaft beworben hat und objektiv für die zu besetzende Stelle in Betracht kommt. Schließlich soll nur ein tatsächlich benachteiligter Bewerber Entschädigung beanspruchen können.

Deshalb gilt:

Stellenanzeigen sollten neutral formuliert werden. Hierbei müssen insbesondere die in § 1 AGG genannten Merkmale berücksichtigt werden.

Nach § 1 AGG sollen Benachteiligungen aus Gründen der Rasse oder wegen der ethnischen Herkunft, des Geschlechts, der …

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Themen: Urteile , Religion , Weltanschauung , Verhindert , Holstein

Erschienen 7. Mai 2009 auf http://www.kanzlei-potthast.de/blog.

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