Arbeitsmarkt der Juristen: Der Blick in die Zukunft

Das freie Spiegel-Archiv erlaubt einen kleinen Streifzug durch die gesammelten Meldungen zum Arbeitsmarkt der Juristen. Schließlich gilt der Streit um eine Ausbildungsreform als eine der am längsten dauernden Debatten überhaupt. Den Anfang macht DER SPIEGEL vom 14.12.1960: Nachdem der Anwaltverein schon Ende 1958 in einer Presseverlautbarung vor dem juristischen Studium gewarnt hatte, ließ er im November 1959 an sämtliche Abiturienten ein Merkblatt mit dem Titel "Wollen Sie Jurist werden?" verteilen, in dem er die potentiellen Akademiker mit den Widrigkeiten dieses Studiums bekannt machte. Begründung: "Die Eleven Justitias sind beinahe so blind wie ihre Göttin selbst." Die von dem Hamburger Anwalt und DAV-Geschäftsführer Schueler komponierten Thesen enthüllten zunächst die purgierende Arbeitsweise der juristischen Examens-Siebe: "Durchschnittlich 32 Prozent aller Kandidaten" bleiben in ihnen hängen. Wer dennoch Lust verspürte, weiterhin die Rechte zu studieren, mußte sich - so das DAV-Merkblatt - darauf einstellen, am bundesdeutschen Arbeitsmarkt keine auskömmliche Lebensstellung zu finden: Bei einem jährlichen Ausstoß von 3000 bis 3700 Volljuristen ab 1962 berechneten die DAV-Verbändler den Bedarf von Staat, Anwaltschaft und Wirtschaft auf jährlich nur etwa tausend neue…

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Themen: Anwaltsmarkt , Referendariat , Studium , Karriere , Der Spiegel , Jurist

Erschienen 19. Februar 2008 auf http://www.jurabilis.de.

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