Arbeitsgericht Gelsenkirchen untersagt Kündigung nach verdeckten Testkäufen

Das Arbeitsgericht Gelsenkirchen hat die Kündigung einer Kassiererin für unwirksam erklärt, die eingenommenes Geld neben statt in die Kasse gelegt haben soll. Das berichtet derwesten.de. Die Arbeitgeberin, der Süßwarenhersteller Hussel, hatte Detektive zu Testkäufen engagiert und damit die ahnungslose Kassiererin über Monate mehrfach auf die Probe gestellt. Nachdem diese das Fehlverhalten der Arbeitnehmerin beobachtet hatten, kündigte Hussel der seit 1994 bei ihr beschäftigten Kassiererin fristlos, hilfsweise fristgerecht. Die Klage hatte in erster Instanz jetzt Erfolg. Das Arbeitsgericht ließ die Vernehmung der Detektive als Zeugen gar nicht erst zu: Derartige Testkäufe seien nicht mit dem Persönlichkeitsrecht des Arbeitnehmers vereinbar, das „in dessen Menschenwürde verwurzelt" sei. Mit diesen Worten begründete der Kammervorsitzende Zumfelde das Urteil bei seiner Verkündung. Testkäufe ohne vorherige Information des Arbeitn…

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Themen: Kündigung , Gelsenkirchen , Bienenstichfall

Erschienen 29. April 2009 auf http://www.blog.beck.de/blog.

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