Arbeitgeber darf Recht auf freie Arztwahl nicht einschränken

Das Arbeitsgericht Frankfurt bestätigte in einer aktuellen Entscheidung, dass das Recht auf freie Arztwahl grundsätzlich auch für erkrankte Arbeitnehmer gilt. Allenfalls bei Zweifeln an der Arbeitsunfähigkeit des Arbeitnehmers dürfe der Arbeitgeber einen bestimmten Arzt vorschreiben.

Im entsprechenden Fall war es pikanterweise eine Rechtsanwaltskanzlei, die eine Angestellte arbeitsvertraglich zur Untersuchung bei einem bestimmten Arzt verpflichten wollte. Damit jedoch nicht genug. Ferner sollte die Mitarbeiterin automatisch zur Entbindung von der ärztlichen Schweigepflicht verpflichtet werden. Anderenfalls würde sie keinen Lohnfortzahlungsanspruch haben.

Dies ging dem Arbeitsgericht zu weit. Nach Ansicht der hessischen Richter dürfe ein Arbeitgeber nur einen bestimmten Arzt vorschreiben, wenn tatsächlich Zweifel an der Arbeitsunfähigkeit des Mitarbeiters bestehen. In dem Fall könne der Medizinische Dienst der Krankenkasse eingeschaltet werden.

Keinesfalls dürfe …

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Themen: Arbeitsvertrag , Krankheit , Arbeitsgericht Frankfurt , Arbg Frankfurt , Arbeitsunfähigkeit , Entgeltfortzahlung , Freie Arztwahl
Rechtsgebiet: Arbeitsrecht

Erschienen 8. Februar 2012 auf http://unternehmerarbeitsrecht.de.

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