Kalifornien: Mehr Datenschutz bei der Nutzung von Apps
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Die Daily Mail berichtet, dass erst letzte Woche eine französische App aus dem App Store gelöscht wurde, mithilfe derer man bestimmen konnte, ob ein Schauspieler ein Jude sei oder nicht.
Die Zeitung sagt zu Recht, dass es wundert, da der App Store strikte Richtlinien zur Veröffentlichung vorgibt, die Apps auch prüft und sich vorbehält, diese schon gar nicht zu veröffentlichen, wenn sie z.B. rassistischen Content oder “nackte Tatsachen” zum Inhalt haben. Diese App scheint unter dem Radar geflogen zu sein.
Nach französischem Recht sei die Bekanntgabe der Religion ein Verbrechen, welches bis zu 300.000,00 € Strafe nach sich ziehen könnte. Ein Gesetz noch aus den Zeiten unmittelbar nach dem zweiten Weltkrieg.
Bei Facebook werde die Seite der App derweil schon kontrovers diskutiert, ob es nicht doch eine gute App gewesen sei, da sich doch die Jüdische Community angesichts so vieler Schauspieler des gleichen Glaubens bestärkt sehen könnten, stolz zu sein. Viele andere hätten die Ansicht vertreten, dass man dann “ja gleich Judensterne hätte verteilen können”. Jüdische Gruppen forderten die sofortige Löschung aus dem App Store.
Gleichfalls wird in dem Artikel auch diskutiert, dass auch eine Menge “nicht angemessener” Apps auch für Android im Umlauf seien, z.B. Alkoholkontrollen-Warner.
Ich denke, dass man Apps, welche persönliche Daten von Dritten herausgeben, und sei es auch nur “zu spielerischen Zwecken”, schon einmal generell überhaupt nicht zulassen sollte – insbesondere nicht, wenn nicht ausdrücklich klargestellt ist, dass die Daten mit Einwilligung von den Betroffenen persönlich zur Freigabe bestimmt wurden. Da sind sämtliche App-Store-Betreiber gleich welchen Systems in der Pflicht, sich selbst eine erhöhte Überwachungspflicht aufzuerlegen und im Zweifel diese gar nicht erst freizuschalten. Noch schlimmer hier, dass die Religionszugehörigkeit zum Spiel gemacht wurde. Ethnische Herkunft und Religionszugehörigkeit sind – leider- heutzutage immernoch die größten Diskriminierungsgründe, da kann es noch so gute Gesetze geben, die zur Gleichheit verpfli…
» Vollständiger ArtikelErschienen 16. September 2011 auf http://www.neubauerlaw.de.
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