Anzahlungen bei Pauschalreisen
Ein Reiseveranstalter kann nach einem Urteil des Oberlandesgerichts Köln in seinen Allgemeinen Geschäftsbedingungen bestimmen, dass mit Erhalt der schriftlichen Reisebestätigung und der Aushändigung des Sicherungsscheines 20 % des Reisepreises als Anzahlung fällig werden.
Die Besonderheiten des Reisevertrags als eines Massengeschäfts, insbesondere der teilweise erhebliche Zeitabstand zwischen Buchung und Reiseantritt sowie die vom Reiseveranstalter seinerseits zu erbringenden Vorleistungen gegenüber den einzelnen Leistungsträgern, rechtfertigen nach Ansicht des OLG Köln eine angemessene Vorauszahlung auf den Reisepreis zur Absicherung des Veranstalters. Zwar hat der Bundesgerichtshof zu einer früheren Rechtslage eine höhere Anzahlung als 10 % des Reisepreises nur für vertretbar erachtet habe, soweit dem Kunden hinreichende Sicherheiten gegeben würden, diesen Bedenken sei jedoch durch die 1997 neu in das Bürgerliche Gesetzbuch eingefügte Verpflichtung der Reiseveranstalter Rechnung getragen worden, wonach der Veranstalter Vorauszahlungen auf den Reisepreis nur dann fordern darf, wenn dem Reisenden zuvor ein sogenannter Sicherungsschein übergeben worden sei. Hierdurch werde dem Kunden insbesondere das Risiko einer späteren Insolvenz des Reiseveranstalters genommen.
Die Entscheidung ist noch nicht rechtskräftig, das OLG Köln hat wegen der grundsätzlichen Bedeutung der Sache die Revision zum Bundesgerichtshof zugelassen.
OLG Köln, Urteil vom 11.04.2005 – 16 U 12/05
Bitte beachten Sie: Dieser Artikel ist nicht mehr im Original verfügbar.Anzahlung Pauschalreise: Anzahlung bei Pauschalreisen
Streitsache / Blog | 13. April 2005 — Eine Klausel in Allgemeinen Geschäftsbedingungen eines Reiseveranstalters, wonach mit Erhalt der schriftlichen Reisebestätigung un…
Vorauszahlung bei Pauschalreisen und Insolvenz des Reiseveranstalters
WK LEGAL Online Blog | 9. November 2011 — In den Mitgliedstaaten der Europäischen Gemeinschaften – sprich in der EU – soll gleicher rechtlicher Standard gelten. Das wird…
Reise AGB: Reise-AGB
Blickpunkt Recht & Steuern | 16. November 2006 — In den Allgemeinen Geschäftsbedingungen eines Reiseveranstalters ist die Verwendung der Klausel Mit Erhalt der schriftlich…
BGH (X ZR 43/11 u. 44/11) zum Umfang des Insolvenzschutzes bei Pauschalreisen
Recht für Verbraucher | 4. November 2011 — Bundesgerichtshof zum Umfang des Insolvenzschutzes bei Pauschalreisen Die Kläger buchten Anfang 2009 über einen Reiseveransta…
BGH zur Wirksamkeit der AGB von Reiseveranstaltern
Recht und Alltag | 23. Juni 2006 — Der X. Zivilsenat des Bundesgerichtshofs (BGH) hatte in seinem Urteil vom 20.06.2006 (Az.: X ZR 59/05) darüber zu entscheiden, …
EuGH: Wenn der Reiseveranstalter pleite ist, muss die Reiseversicherung zahlen
Mit Fug und Recht | 16. Februar 2012 — Wenn einer eine Reise tut, dann kann er was erleben heißt es so schön. Herr Blödel-Pawlik wollte sich und seiner Ehefrau ein so…
Anzahlung Bei Reisen: Regelung in AGB bezüglich Anzahlung bei Reisen rechtmäßig
Strafsachen, Verkehrsunfälle und andere interessante Dinge | 22. Juni 2006 — Der X. Zivilsenat des Bundesgerichtshofs hatte am 20. Juni 2006 darüber zu entscheiden, ob die Verwendung der Klausel „Mit Erha…
Reichweite des Insolvenzschutzes bei Pauschalreisen
Rechtslupe | 7. November 2011 — Mit einem Reisepreisversicherungsvertrag gemäß § 651k BGB ist ein Reisender auch dagegen abgesichert, dass nach Absage der Reis…
Serie zur Reisevermittlung über das Internet - Teil 3
IT-Recht Kanzlei - Nachrichten | 15. Januar 2010 — Die neue Serie der IT-Recht Kanzlei nimmt in unregelmäßigen Abständen die gängigsten AGB-Klauseln von Online-Reisevermittlern…
BGH (X ZR 93/07) Bemessung der Minderung des Reisepreises bei Beinahe-Absturz auf dem Rückflug von einer ansonsten mangelfrei durc…
Recht für Verbraucher | 16. Juli 2008 — Bundesgerichtshof zur Bemessung der Minderung des Reisepreises bei Beinahe-Absturz auf dem Rückflug von einer ansonsten mangelfre…

