Anwaltshaftung auch ohne Anspruch

Steht dem Mandanten des Rechtsanwalts materiellrechtlich kein Anspruch gegen den Anspruchsgegner zu, kommt eine Pflichtverletzung des Rechtsanwalts ausnahmsweise dann in Betracht, wenn sich feststellen lässt, dass der Anspruchsgegner gleichwohl ein Vergleichsangebot unterbreitet hätte, der Rechtsanwalt diese Möglichkeit aber zugunsten seines Mandanten nicht weiterverfolgt und ein Vergleich nur aufgrund dessen nicht zustande gekommen ist. Der Schaden besteht in einem solchen Fall in der entgangenen Vergleichssumme.

Oberlandesgericht Celle, Urteil vom 16. September 2009 – 3 U 102/09

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Themen: Anwalt , Schmerzensgeld , Anwaltshaftung , Insolvenz , Eigenheimzulage , Anwaltshaftung Anspruchsgrundlage

Erschienen 6. November 2009 auf http://www.rechtslupe.de.

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