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Anwalt spart durch Berufung 800 Euro

am 31.03.2008 von schreibmaschine

3.600 Euro Geldstrafe waren ihm zuviel, deshalb legte ein Würzburger Rechtsanwalt nach seiner Verurteilung durch das Amtsgericht Würzburg wegen Untreue und Gebührenüberhöhung Berufung ein. Am Schuldspruch änderte sich auch vor dem Landgericht nichts, die Strafe wurde aber nach einer Absprache mit dem Staatsanwalt um 800 Euro reduziert.Gut zwei Jahre lang hatte der 60-jährige Anwalt rund 2.400 Euro, die einem 75-jährigen Mandanten zustanden, auf seinem Konto liegen lassen. Während der Mandant eine Gebührenabrechnung seines Rechtsanwalts zeitnah bezahlte, hatte es der Jurist mit der Rückerstattung von Gerichtskosten nicht so eilig. Erst nach zahreichen Beschwerden und einer Ermahnung durch die Rechtsanwaltskammer in Bamberg rechnete der erfahrene Zivil-Anwalt die Gerichtskosten ab, behielt dabei aber zunächst rund 600 Euro ein.Mittlerweile hat der Mandant den gesamten Betrag mit Zins und Zinseszins erhalten. „Ich habe erst nach der Verurteilung durch das Amtsgericht erkannt, dass ich einen Fehler gemacht habe“, gab der angeklagte Anwalt vor der Berufungskammer zu Protokoll. Sein Kommentar zur Gebührenordnung sei veraltetet gewesen, inzwischen habe sich die Rechtsprechung in entscheidenden Punkten geändert.Mein Kanzlei-Konto war aber immer gedeckt, ich war nie in finanziellen Schwierigkeiten“, betonte der Jurist. Weil er den Kopf „mit anderen Sachen voll“ hatte, habe er es versäumt, die 2.400 Euro rechtzeitig weiterzuleiten. Die Vorsitzende Richterin Helga Müller stellte beim Studium der Akten gleich mehrere Fehler …

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Der Autor und sein Blog

Patrick Wötzel

Gerichtsberichterstatter, Lokaljournalist, Sportreporter - Revier: Würzburg

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