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Anwälte kosten Geld - auch wenn sie es nicht sagen

am 05.05.2007 von Advocatus Ravioli

Rechtsanwälte müssen nach § 49b Abs. 5 Bundesrechtsanwaltsordnung (BRAO) in Angelegenheiten, in denen sich die Gebühren nach dem Gegenstandswert richten den Mandanten vor Übernahme des Auftrags darauf hinweisen. Also eigentlich fast immer; die nicht betroffenen Rechtsgebiete sind schneller aufgezählt, Disziplinarrecht, Ordnungswidrigkeitenrecht, Sozialrecht und Strafrecht.
Welche Folgen eine Verletzung dieser Vorschrift hat, ist eine umstrittene Frage. Das AG Charlottenburg hat mit einer in der Mai-Ausgabe des Anwaltsblatts veröffentlichten Entscheidung (Urteil vom 19.12.2006 - 208 C 290/06; AnwBl 2007, 377) dem Versuch des (ehemaligen) Mandanten einen Riegel vorgeschoben, seine die Vergütung von ihm einklagenden Anwälte aufgrund des nicht erfolgten Hinweises auf § 49b Abs. 5 BRAO leer ausgehen zu lassen.
Der hierzu u.a. vertretenen Auffassung, daß der Mandant bei einem unterbliebenen Hinweis gegen seinen Rechtsanwalt einen Schadensersatzanspruch in Höhe der von diesem eingeforderten Gebühren hat (so daß sich durch Aufrechnung für den Anwalt genau 0,00 Euro ergäben), trat das AG Charlottenburg nicht bei. Eine Verletzung dieser Pflicht, die eine Konkretisierung …

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