Mindestlohn Zeitarbeit: Mindestlohn bei Zeitarbeit
arbeit-familie.de | 20. Januar 2010 — BAG, Urteil vom 21.10.2009, 5 AZR 951/08 Leiharbeitnehmer können einen Anspruch auf den jeweiligen Mindestlohn der Br…
Eine vom Arbeitgeber aufgrund eines von ihm angewandten Haustarifvertrages erbrachte “Einmalzahlung”, die die Funktion der Überbrückung bis zum späteren Inkrafttreten einer linearen tabellenwirksamen Lohnerhöhung hat, ist aufgrund ihres Zwecks grundsätzlich auf den Mindestlohnanspruch eines Arbeitnehmers aus einem allgemeinverbindlichen Verbandstarifvertrag anzurechnen.
Eine vom Arbeitgeber aufgrund des von ihm angewandten Haustarifvertrages erbrachte “vermögenswirksame Leistung” im Sinne des Fünften Vermögensbildungsgesetzes ist nicht auf den tariflichen Mindestlohnanspruch des Arbeitnehmers anzurechnen, da ihr Zweck der langfristigen Vermögensbildung in Arbeitnehmerhand nicht funktional gleichwertig mit dem Zweck des Mindestlohns ist.
Ob diese, jetzt vom Bundesarbeitsgericht bestätigte, Auslegung des Begriffs der “Mindestlohnsätze” allerdings mit europäischen Unionsrecht – konkret: mit Art. 3 Abs. 1 Unterabs. 1 Buchst. c) der Entsende-Richtlinie 96/71/EG – wird allerdings noch der Gerichtshof der Europäischen Union klären müssen, dem das Bundesarbeitsgericht diese Frage zur Vorabentscheidung vorgelegt hat.
Gegenstand des AusgangsverfahrensDas beim Bundesarbeitsgericht anhängige Ausgangsverfahren betrifft u.a. die Frage, welche Leistungen eines Arbeitgebers an einen Arbeitnehmer für die Erfüllung von dessen Anspruch auf den Mindestlohn nach einem allgemeinverbindlichen Tarifvertrag anzurechnen sind, wenn dieser im Falle der Entsendung eines Arbeitnehmers durch einen ausländischen Arbeitgeber, der seinen Sitz in einem Mitgliedstaat der EU hat, auch auf dieses Arbeitsverhältnis anzuwenden wäre. In diesem Zusammenhang stellt sich insbesondere die Frage nach der unionsrechtlichen Auslegung des Begriffs “Mindestlohnsätze” in Art. 3 Abs. 1 Unterabs. 1 Buchst. c) der Richtlinie 96/71/EG.
Rechtlicher Rahmen UnionsrechtNach der achtzehnten Begründungserwägung der Entsende-Richtlinie 96/71/EG vom 16.12.1996 sollte der Grundsatz eingehalten werden, dass außerhalb der Gemeinschaft ansässige Unternehmen nicht besser gestellt werden dürfen als Unternehmen, die im Hoheitsgebiet eines Mitgliedstaats ansässig sind.
Nationales RechtIn der Bundesrepublik Deutschland war in dem im vorliegenden Fall streitigen Zeitraum vom 01.07.2007 bis zum 30.06.2008 das Gesetz über zwingende Arbeitsbedingungen bei grenzüberschreitenden Dienstleistungen – Arbeitnehmer-Entsendegesetz – (in der Fassung vom 25.04.2007 und am 1.07.2007 in Kraft getreten – AEntG 2007) die Rechtsgrundlage für die Erstreckung allgemeiner Arbeitsbedingungen auf Arbeitsverhältnisse zwischen einem Arbeitgeber mit Sitz in einem anderen Mitgliedstaat und seinen in der Bundesrepublik Deutschland beschäftigten Arbeitnehmern. Das AEntG 2007 war darauf gerichtet, die Entsende-Richtlinie und die nachfolgenden Änderungen des Unionsrechts (z.B. die Dienstleistungs-Richtlinie 2006/123/EG vom 12.12.2006)) in nati…
» Vollständiger ArtikelErschienen 5. Dezember 2012 auf http://www.rechtslupe.de.
arbeit-familie.de | 20. Januar 2010 — BAG, Urteil vom 21.10.2009, 5 AZR 951/08 Leiharbeitnehmer können einen Anspruch auf den jeweiligen Mindestlohn der Br…
Rechtslupe | 19. Dezember 2012 — Gemäß § 3 Abs. 3, § 18 Abs. 2, Abs. 4 Buchst. a Alt. 3 des für allgemeinverbindlich erklärten Tarifvertrags über das Sozialka…
Law-Blog | 26. November 2008 — Das Ende eines Arbeitsverhältnisses ist oft erst der Beginn eines Streites über das Arbeitszeugnis. Denn genügt ein Zeugnis nac…
Rechtslupe | 19. August 2011 — Rechtsnormen eines Tarifvertrages, für die durch Rechtsverordnung im Wege des § 1 Abs. 3a Satz 1 AEntG aF (idF vom 19. Dezember…
Anwaltskanzlei Ferner Alsdorf | 24. April 2009 — Auch wenn ein Arbeitgeber wiederholt freiwillige Leistungen erbringt, muss sich hieraus noch kein Anspruch des Arbeitnehmers au…
Anwalt Arbeitsrecht Berlin - Blog | 9. März 2010 — Der Annahmeverzug ist in § 615 BGB geregelt und liegt vor, wenn der Arbeitnehmer seine Arbeit leisten will, der Arbeitgeber den…
Rechtslupe | 11. Oktober 2011 — Die Zulage für die Flugzeiten eines Linienpiloten ist untrennbar mit der Erfüllung seiner Aufgabe verbunden und muss deshalb in…
LAW OBSERVER | 30. September 2009 — Das Landesarbeitsgericht Düsseldorf hat mit Urteil vom 11.04.2008 – 9 Sa 115/08 entschieden, dass der Arbeitgeber aufgrund ei…
IT-Recht Kanzlei | 9. April 2008 — Nach der EG-Richtlinie über die Entsendung von Arbeitnehmern kann es unzulässig sein, die Vergabe eines öffentlichen Auftrags v…
arbeit-familie.de | 11. März 2011 — LAG Baden-Württemberg, Urteil vom 10.12.2010, 18 Sa 33/10 In der arbeitsrechtlichen Praxis taucht immer wieder die Fr…