Annäherung in Bahn-Tarifkonflikt nicht in Sicht

Frankfurt (Reuters) - Im Tarifkonflikt bei der Deutschen Bahn ist keine Annäherung in Sicht.

Die Gewerkschaften wiesen ein neues Angebot des Unternehmens am Freitag als unzureichend und enttäuschend zurück. Die Bahn biete unverändert eine Einkommenserhöhung von einem Prozent bei einer Laufzeit von 24 Monaten, sagte der Vorsitzende der Lokführergewerkschaft GDL, Claus Weselsky, in Frankfurt vor Beginn der Gespräche. "Der Arbeitgeber bewegt sich nicht. Wir gehen sehr angespannt in diese Verhandlungsrunde."

Sollte die Bahn nicht bald einlenken, werde die Lokführergewerkschaft die Verhandlungen abbrechen und die zuständigen Gremien einberufen, um über mögliche Streiks zu beraten, sagte Weselsky. Die GDL fordert für rund 12.000 Lokführer eine Lohnerhöhung von 6,5 Prozent, sowie deutliche Verbesserungen bei den Arbeitsbedingungen. Am Donnerstag hatte die Bahn nach mehrstündigen Warnstreiks ein deutlich verbessertes Angebot angekündigt.

Auch in den parallel laufenden Verhandlungen mit der Tarifgemeinschaft aus Transnet und GDBA zeichnet sich keine Einigung ab. "Wir müssen feststellen, dass wir bei dem Angebot auf dem alten Stand sind", sagte Transnet-Chef Alexander Kirchner. Der GDBA-Vorsitzende Klaus-Dieter Hommel bezeichnete das Vorgehen der Bahn als "Witz". Angesichts des Verwirrspiels und der Taktiererei sei die Schmerzgrenze der Gewerkschaften bald erreicht. Transnet und GDBA fordern für rund 130.000 Beschäftigte eine Einkommenserhöhung von zehn Prozent.

Beide Gewerkschaftslager wollen zunächst aber weiter verhandeln. "Unser Ziel ist es, zu einer Einigung zu kommen", sagte Weselsky. Gegebenenfalls würden die Verhandlungen am Samstag fortgesetzt.



Quelle: Reuters (30. Januar 2009)

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Themen: Germany , Frankfurt , Western Europe , Europe , German General News , Domestic Politics , Central And Eastern Europe , German Equities , Labour; Employment; Unemployment , Corporate Results , Corporate Results Forecasts , Kirchner , Gdl , Rail And Road - Freight , Road And Rail

Erschienen 30. Januar 2009 bei http://www.reuters.com.

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