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Anlagebetrug mit wertlosen Namensaktien?

am 04.08.2008 von http://www.woetzel-online.info/

Es geht um 71 Fälle des Betrugs, Insolvenzverschleppung und Verletzung der Buchführungspflicht: Nach über sieben Monaten Untersuchungshaft muss sich Günther W. Grünewald von Dienstag an vor dem Würzburger Landgericht verantworten. Der 61-jährige ehemalige Vorstandsvorsitzende der Aschaffenburger Vermögensberatungs- und -verwaltungs-Aktiengesellschaft (FGAG) soll zahlreiche Aktionäre getäuscht und trotz Zahlungsunfähigkeit der AG keinen Insolvenzantrag gestellt haben. 1991 gegründet, vermittelte die FGAG zunächst Geldanlagen. Im Jahr 2000 gab sie der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) ihre Zulassung zurück, die vom Vorstandsvorsitzenden Günther W. Grünewald und dem Aufsichtsratsvorsitzenden Rechtsanwalt Gisbert Eser geführte Aktiengesellschaft konzentrierte sich von da an auf die Verwaltung des eigenen Vermögens. Offenbar eher schlecht als recht: Spätestens nach der Börsenkrise 2001/2002 geriet die Firma in ernste finanzielle Schwierigkeiten, schon seit 1999 soll sie kontinuierlich Verluste erlitten haben.Das Insolvenzverfahren wurde aber erst am 17. Mai 2006 eröffnet, obwohl die FGAG schon lange vorher nicht mehr zahlungsfähig gewesen sein soll. Anleger verloren viel Geld, einige von ihnen verklagten den Vorstandsvorsitzenden, teilweise mit durchschlagendem Erfolg. Schadensersatz in Höhe von 150.000 Euro sprach das Landgericht Aschaffenburg im vergangenen November einer Anlegerin zu, die 2001 ein Aktienpaket der FGAG gekauft hatte. Die Aktien sollen schon zu diesem Zeitpunkt wegen Überschuldung praktisch wertlos gewesen sein. Andere Anleger werfen Grünewald vor, sie durch einen Aktientausch um ihr Geld gebracht zu haben. Als der Wert der von der FGAG in den 1990er Jahren vermittelten Aktien der texanischen Firma Queen Sand Ressources Inc. (QSR) verfiel, soll die FGAG sie nach einer Kapitalerhöhung in eigene, wertlose Namensaktien umgetauscht …

FGAG-Chef zu drei Jahren und zehn Monaten Gefängnis verurteilt

schreibmaschine / Günter W. Grünewald ist gut weggekommen: Wegen 70 Fällen des gewerbsmäßigen Betrugs wurde der ehemalige Vorstandsvorsitzende der Aschaffenburger Vermögensberatungs- und -verwaltungs-Aktiengesellschaft (FGAG) am Donnerst…

Grünewald legt geständnis ab - Vier Jahre drei Monate Strafobergrenze

schreibmaschine / Nach Vorgesprächen zwischen Staatsanwaltschaft, Verteidigung und Gericht hat der Prozess gegen Günter W. Grünewald am Dienstag mit einem Geständnis begonnen. Der 61-jährige ehemalige Vorstandsvorsitzende der Aschaffenbur…

Neue Führungsstruktur für die BaFin

Blickpunkt Recht & Steuern / Die Bundesregierung hat fünf Jahre nach Gründung der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungen (BaFin) eine Reform der Leitungsorganisation auf den Weg gebracht. Das Kabinett beschloss einen Gesetzentwurf, wonach künftig ein fü…

Geschäftsveräußerung im Ganzen

Blickpunkt Recht & Steuern / Die nichtumsatzsteuerbare Geschäftsveräußerung nach § 1 Abs. 1a UStG setzt nach einem jetzt veröffentlichten Urteil des Bundesfinanzhofs voraus, dass die übertragenen Vermögensgegenstände die Fortsetzung einer bis…

Beckstein will mit SPD, FDP und Freien über Koalition sprechen

Reuters | Inlandsnachrichten / München (Reuters) - Bayerns Ministerpräsident Günther Beckstein will nach der Wahlniederlage der CSU auch mit der SPD über einen Koalition sprechen. Wir werden mit SPD, FDP, und Freien Wählern zu reden haben, sagte Beckstein…

Busunternehmer vor Gericht

Blog der Verkehrsunfallabwicklung / Es war einer der tragischsten Busunfälle der vergangenen Jahre - was als fröhliche Urlaubsfahrt ins spanische Lloret de Mar anfing, endete für 28 Menschen tödlich. Der mit 74 Reisenden besetzte Doppeldeckerbus war kurz vor Lyon in…

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Patrick Wötzel

Gerichtsberichterstatter, Lokaljournalist, Sportreporter - Revier: Würzburg

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