Angeklagter fordert Null-Promille-Grenze

Heute war ich in einer Führerscheinsache, die nicht so gut aussah, beim Gericht. Im Regelfall wäre der Führerschein 9 Monate weg gewesen. 6 Monate wären die absolute Untergrenze, aber damit war nicht unbedingt zu rechnen. Hoffnung machte allein die Tatsache, dass der Richter den Verhandlungstermin exakt 6 Monate nach Einziehung der Fahrerlaubnis angesetzt hatte. Im Termin fragte der Richter dann den Mandanten, wie sich das alles so abgespielt hat, wie es dazu kam, dass er alkoholisiert gefahren war und welche Auswirkungen die vorläufige Entziehung der Fahrerlaubnis gehabt habe. Statt sich rauszureden, wie es viele andere sich nicht nehmen lassen, gab der Mandant zu, dass das eine vollkommen bescheuerte Aktion war und erklärte, dass er seine Lektion gelernt hat. Als er dann zum Richter sagte, er wäre für die Einführung der Null-Promille-Grenze, habe ich mir kurz überlegt, ob ich ihn nicht bremsen soll. Aber der Richter schmunzelte nur und war schon dabei, den Führerschein aus der Akte auszupacken. Anschließend kam der Richter noch kurz darauf zu sprechen, dass er an der Geldstrafe aber nichts machen könne, was mein Mandant eifrig nickend für gerecht befand, das müsse schließlich bestraft werden.

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Themen: Richter , Promille , Gericht , Verhandlungstermin

Erschienen 5. April 2007 auf http://www.ra-blog.de.

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