Angeklagte Heros-Mitarbeiterin macht von Schweigerecht Gebrauch

Keine Einlassung zur Sache machte gestern eine vor dem Mönchengladbacher Landgericht angeklagte frühere Mitarbeiterin des in Insolvenz gegangenen Geldtransportunternehmens Heros. Der Frau wird angelastet, ihren in Hildesheim vor Gericht stehenden Chef um eine Million Euro erpresst und insgesamt 1,5 Millionen Euro in die eigene Tasche gewirtschaftet zu haben, berichtet dienetzeitung. 26 Monate lang soll sie je Monat 50.000 Euro Kundengelder an sich genommen haben. Als entdeckt wurde, dass sie bei einer Gelegenheit ca. eine Viertel Million Euro in einer Tasche in bar mitgenommen hatte, wurde ihr schließlich gekündigt. Ihr direkter Vorgesetzter, ein Prokurist, soll über die Machenschaften informiert gewesen sein. Die Angeklagte , die von den finanziellen Manipulationen und Veruntreuungen von Kundengeldern im Unternehmen wusste, soll diese Kenntnis erpresserisch ausgenutzt haben, indem sie drohte, den Schwindel auffliegen zu lassen, wenn sie kein Schweigegeld bekomme. Der Prozess wird mit Zeugenvernehmungen fortgesetzt. Kanzlei POHLEN + MEISTER

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Themen: Macht , Schweigerecht , Angeklagte , Heros

Erschienen 30. November 2006 auf http://www.strafblog.de.

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