Angeblicher Betruf bei

Durch die Presse und verschiedene Blogbeiträge ist es ja schon gegangen - der Fall des Reinhold S., der in Günter Jauchs Quiz-Sendung "Wer wird Millionär?" am 10. April immerhin 64.000 Euro erspielte und jetzt nachträglich suspendiert wurde, weil er regelwidrig bereits zum 2. Mal an der Veranstaltung teilgenommen haben soll. Beim ersten Mal war er mit 500 Euro Gewinn nach Hause gegangen. Dabei soll er unter dem Alias-Namen Luis Meyer teilgenommen haben, bestreitet aber auch in Kenntnis des vorhandenen Bildmaterials die Personenidentität. Der Mann habe bei seinem ersten Auftritt in der Sendung einen Harry M. als Telefon-Joker angegeben und eine Edda S. als Begleitperson. Beim zweiten Mal sei das umgekehrt gewesen. Letztlich habe ein Zuschauer den Mann erkannt und den Fernesehsender informiert. Die gewonnen 64.000 Euro sollen dem Mann jedenfalls nicht ausgezahlt werden. Ob auch strafrechtliche Schritte eingeleitet werden, ließ der Sender noch offen. Allerdings ist Betrug ein Offizialdelikt, so dass die Staatsanwaltschaft bei Bejahung eines Anfangsverdachts auch von Amts wegen ein Ermittlungsverfahren einleiten müsste. In England ist im übrigen schon einmal ein Teilnehmer der dortigen "Wer wird Millionär?"-Show zusammen mit einem Gehilfen zu einer Freiheitsstrfe von 18 Monaten mit Bewährung und einer Geldstrafe von umgerechnet 22.000 Euro verurteilt worden. Der Mann hatte einen Dozenten engagiert, der ihm aus dem Publikum durch verabredetes Husten Signale für die richtigen An tworten gegeben hatte. Autor: RA Rainer Pohlen Kanzlei POHLEN + MEISTER

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Themen: Quiz , Gewinn

Erschienen 24. April 2006 auf http://www.strafblog.de.

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