Amtsgericht Düsseldorf: Gekaufte Email Adressen

Wer Email Adressen käuflich erwirbt, muss sich darüber informieren, ob die Inhaber der Adressen auch E-Mails zu Werbezwecken erhalten möchte:

Die Klage ist aus § 1004 BGB, § 823 Abs. 1 BGB begründet.

Der Beklagte hat ein Recht des Klägers dadurch verletzt, dass er ihm ohne dessen Zustimmung das streitgegenständliche E-Mail zu Werbezwecken zugesandt hat. Die Rechtswidrigkeit wird indiziert, so dass der Beklagte zu beweisen gehabt hätte, dass er schuldlos gewesen ist. Dies hat er nicht dadurch getan, dass er behauptet, vom Verkäufer der Adresse sei ihm zugesichert worden, dass die gekauften E-Mail-Adressen zu Werbezwecken benutzt werden könnten. Zumindest fahrlässig hat er die Rechtsgutverletzung des Klägers begangen, denn er hätte sich nicht auf die Zusage des Verkäufers verlassen sondern diese auch nachprüfen müssen. Die Wiederholungsgefahr ist auch nicht ausgeräumt dadurch, dass der Beklagte erklärt hat, die Adresse des Klägers gelöscht zu haben und kei…

Bitte beachten Sie: Dieser Artikel ist nicht mehr im Original verfügbar.

  • Infos zum Artikel
  • Kommentare
  • Ähnliches

Themen: Entscheidungen

Erschienen 5. Juni 2006 auf http://www.kiefer-paulsen.de.

Sie haben eine Meinung zum Thema? Artikels kommentieren
Artikel kommentieren

Amtsgericht Düsseldorf: Gekaufte Email Adressen

Spam-Blog.com | 5. Juni 2006 — Wer Email Adressen käuflich erwirbt, muss sich darüber informieren, ob die Inhaber der Adressen auch E-Mails zu Werbezwecken …

AG Düsseldorf: Einkauf von Adressen zu Werbezwecken ist riskant

Dr. Damm & Partner Rechtsanwälte | 23. Juli 2008 — AG Düsseldorf, Urteil vom 21.04.2006, Az. 31 C 1363/06 §§ 823 Abs. 1, 1004 BGB Das AG Düsseldorf gab einem Rechtsanwalt Rec…

Wie Schütze Ich Mich Vor Spam: Wie schütze ich mich vor Spam ?

Spam-Blog.com | 21. Juni 2006Spam bekämpft man am besten an der Wurzel. Ist ein Email-Konto erst einmal Opfer geworden, wird man das Übel nie mehr los. Di…

Wie schütze ich mich vor Spam ?

Spam-Blog.com | 21. Juni 2006Spam bekämpft man am besten an der Wurzel. Ist ein Email-Konto erst einmal Opfer geworden, wird man das Übel nie mehr los. Die …

OLG München: Gekaufte E-Mail-Adressen sind zu bezahlen, wenn Rechtswidrigkeit der Datengewinnung bekannt und kein “Double-Opt-in” …

Dr. Damm & Partner Rechtsanwälte | 30. Oktober 2009 — OLG München, Urteil vom 08.10.2009, Az. 23 U 1818/09 §§ 346; 433; § 634; § 640 Abs. 2 BGB Das OLG München hat darauf hingew…

Datenschutz: Käufer von Adressdaten müssen Einwilligungen überprüfen

Internetrecht München | 18. Januar 2010 — Das OLG Düsseldorf hat sich in einer aktuellen Entscheidung (Az. I-20 U 137/09) mit der Rechtmäßigkeit der Verwendung von gekaufte…

DSL-Anschluss: Kunde darf schweigen

Rechtblog | 11. April 2006 — Eine Vertragsänderung über einen DSL-Internet-Anschluss kommt nicht dadurch zustande, dass das Telekommunikationsunternehmen dem K…

Haftung für eingekaufte eMail-Adressen

advobLAWg | 6. Juli 2006 — Ein für viele Leser interessante und beachtenswerte Entscheidung hat das Amtsgericht Düsseldorf schon am 21.04. diesen Jahres (AZ:…

Wer trägt die Beweislast für den Zugang einer Abmahnung ?

Rechtblog | 23. Juli 2007 — Der BGH entschied, dass der Absender einer Abmahnung zwar darzulegen habe, dass er das Schreiben abgeschickt habe, dies könne e…

Es darf wieder live geflucht werden

Rechtblog | 16. Juni 2007 — US-Fernsehsender werden nicht mehr so hart bestraft, wenn sie Flüche ausstrahlen. Ein Gericht hat auf Antrag großer Senderkette…