Filesharing? Amazon vs. Musikindustrie
Dr. Damm & Partner Rechtsanwälte | 14. April 2011 — Amazon hat in diesen Tagen Ärger mit der Musikindustrie. Letztere sieht in dem Amazon-Dienst “Cloud Drive” wohl ein ähnliches Ä…
Cloud-Computing – wenn sich Daten und Anwendungen in der „Wolke“ befinden, geht das meist mit Sicherheitsbedenken einher. Datenschutzrechtlich ist vor allem bedenklich, dass Daten so in die USA, ein „unsicheres Drittland“ gelangen können.
Der Spiegel berichtete, dass deutsche Forscher erhebliche Sicherheitsmängel in Amazons Cloud-Angeboten aufgedeckt haben.
Zugriff auf Kundendaten möglich!Die Forscher der Ruhr-Universität Bochum machten nun öffentlich, dass es ohne Probleme möglich war, auf die Daten in der Amazon-Cloud zuzugreifen. Es wäre sogar möglich gewesen, Kundendaten zu manipulieren oder gar zu löschen.
Die Wissenschaftler nutzten dafür ein selbst geschriebenes Mini-Programm. So konnten sie die Daten des Kunden einsehen und auch bearbeiten.
Juraj Somorovsky, der am Lehrstuhl für Netz- und Datensicherheit forscht, sagte laut t-online:
“Das wäre auch mit jedem anderen Account möglich gewesen.”
Sicherheitsmängel behobenNach der Untersuchung seien die Sicherheitsmängel aber behoben worden.
“Anhand unserer Forschungsergebnisse bestätigte Amazon die Sicherheitslücke und schloss sie umgehend”,
sagte Jörg Schwenk vom Lehrstuhl für Netz- und Datensicherheit laut Spiegel. Die Sicherheitsmängel seien schon 2010 entdeckt worden und Amazon mitgeteilt worden.
Amazon als VorreiterAmazon war einer der ersten Anbieter von Cloud-Diensten. Amazon Web Services (AWS) wurde 2002 gestartet. Kunden von Amazon sind unter anderem Webangebote wie Twitter, Second Life und Foursquare.
Sicherheitsexperten: Cloud immer unsicherer!Aber nicht nur Amazon muss im Hinblick auf Cloud-Dienste an der Sicherheit arbeiten, wie heise gestern berichtete. Denn das Cloud Computing soll den sogenannten „Cyber-Kriminellen“ ganz neue Möglichkeiten eröffnen. Sicherheitsexperte und IT-Forensiker Simson Garfinkel schrieb in einem Essay für die Online-Ausgabe von Technology Review:
“Der deutsche…
» Vollständiger ArtikelErschienen 27. Oktober 2011 auf http://www.datenschutzbeauftragter-info.de.
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Deutsche Forscher haben gravierende Sicherheitsmängel in Amazons Cloud-Angeboten aufgedeckt. Sie konnten auf Daten beliebiger Kunden zugreifen, hätten deren Daten manipulieren oder löschen können. Amazon reagierte sofort, mittlerweile sind die Sicherheitslücken gestopft.
Bochumer Forscher haben eine Sicherheitslücke bei Amazon entdeckt und sich Zugriff auf Online-Speicher des Internet-Konzerns verschafft. So kamen die Wissenschaftler problemlos an sehr sensible Daten heran.
Nicht nur Unternehmen und Nutzer profitieren von der Server-Wolke im Internet – auch Kriminelle wissen höhere Rechenleistungen und verschlüsselte Datendienste zunehmend zu schätzen, meint der IT-Forensiker Simson Garfinkel.
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