Alte werden aus der Arbeitslosenstatistik getrickst
ein Beitrag von Welt online. "Die aktuelle Statistik schönt die Lage: Jeder zweite Arbeitslose über 58 Jahren wird offiziell nicht
mitgezählt. Ältere Bewerber gelten als unproduktiv und wenig flexibel. Für Ursula von der Leyen (CDU) sind sie die „Gewinner am
Arbeitsmarkt“: die Älteren. Vom Aufschwung hätten diese am meisten profitiert, ihre Beschäftigung habe kräftig zugenommen. Der
„Silberschatz des Alters“ an Berufs- und Lebenserfahrung wolle kein Arbeitgeber mehr missen, ist sich die Arbeitsministerin sicher.
Die Zahl der registrierten Arbeitslosen zwischen 58 und 65 Jahren stieg in den letzten Jahren an.. Foto: Infografik Unter den Hartz-IV-Empfängern liegt die Quote der
Älteren, die in der Statistik auftauchen, immer noch unter 25 Prozent.... Seit drei Jahren kein mehr unterbreitet Traudl Moser aus München kann diese Jubelarien
über das Alter nicht mehr hören. Die 61-jährige Münchnerin ist eine Verliererin am Arbeitsmarkt. Sie lebt von Hartz IV. Seit drei
Jahren hat ihr das kein Stellenangebot mehr
unterbreitet. „Seit Jahren erzählen die Politiker, dass sie für uns ältere Arbeitslose etwas tun, aber nichts ist passiert“, meint
sie. Dabei hat die gelernte Bürokauffrau, die nach der Trennung von ihrem Mann ihre beiden Kinder allein großziehen musste, nichts
unversucht gelassen, um wieder in Arbeit zu kommen. "Transparenz der Statistik für Ältere deutlich erhöht" Dass nicht alle älteren
Arbeitslosen in der Statistik erfasst werden, gesteht auch die Bundesregierung ein. „Zu Beginn des Jahres 2011 sind rund 43 Prozent
der Bezieher arbeitslos registriert“, heißt es in einer Antwort des Bundesarbeitsministeriums auf eine Anfrage von Linkspartei-Chef
Klaus Ernst. Im Vorjahr waren es nur 39 Prozent und 2007 sogar nur 14 Prozent. "Dann ist wenigstens die Miete sicher" Von der
58er-Regelung machte damals auch Traudl Moser Gebrauch. Ein Anwalt hatte ihr dazu geraten: „Dann ist wenigstens die Miete sicher“,
hatte sie damals gedacht. Inzwischen ist die Münchnerin froh darüber: „Ich werde jetzt nicht mehr mit irgendwelchen Maßnahmen
schikaniert“, sagt sie. „Ich hätte doch eh keine Chance mehr, einen Job zu finden.“ "Ein Anreiz, sich nicht um diese Arbeitslosen zu
kümmern“ Martin Brussig von der Universität Duisburg-Essen fordert die Abschaffung der Regelung. „Für die Vermittler besteht dadurch
ein Anreiz, sich nicht um diese Arbeitslosen zu kümmern“, sagt…
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