Allianz - Chaotisch
Der Zustand, dass jedenfalls die Berliner Filiale der Allianz „abgesoffen” ist, scheint nach wie vor anzudauern: Eine zeitnahe Schadensregulierung ist zur Ausnahme geworden, die (früher eher selteneren) Klagen gegen Allianz häufen sich, eine telefonische Kontaktaufnahme mit den jeweils zuständigen Sachbearbeiter(inne)n ist kaum noch möglich.
In einem Fall (Unfalldatum 10.12.2007) habe ich es jetzt mit der vierten Sachbearbeiterin zu tun: Das erste Schreiben kam von Frau B, das zweite von Frau W., das dritte von Frau H., heute teilte mir Frau K mit (die ich immerhin unter der Telefonnummer der Frau B erreichte), Frau B. sei durchaus noch die zuständige Sachbearbeiterin, eine Stunde nach dem Telefonat erreichte mich allerdings ein Telefax von Frau K.
In besagten Telefonat hatte Frau K. mich doch allen Ernstes gefragt, ob der Geschädigte „ein Problem damit” hätte, dass die Allianz mehrfach angeforderte Schadenspositionen bisher noch nicht reguliert hat, man sei eben noch nicht so weit. Mein absolutes Unverständnis für diese Frage muss Frau K. dann veranlasst haben, zwar nicht einen bereits mit Schreiben vom 30. Januar geforderten Differenzbetrag auszugleichen, sich aber dafür meine Forderungsaufstellu…
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Erschienen 29. Februar 2008 auf http://www.unfall-recht.info.
Kommentare zu "Allianz - Chaotisch":
Ich habe bei der Allianz eine private Krankentagegeldzusatzversicherung, die zusagt, dass ich nach dem 42. Krankentag von ihnen 10 € täglich erhalten.
Nun bin ich das erste Mal in meinem Leben länger und sogar länger als 6 Wochen krank geschrieben und bin entsetzt, was sich eine ZUSATZversicherung alles herausnimmt.
Nur zum Verständnis:
Ich hatte von nunmehr fast 14 Wochen eine schwere, beidseitige Lungenembolie (mit mehr als 60% betroffenen Lungengewebe).
Dementsprechend ist der Sachverhalt für meine Verhältnisse sehr klar. Die Allianz hat den "Erlebensfall" zu regulieren und zwar ohne jegliche Probleme.
Jedoch kam es ganz anders.
1. Mein zuständiger Sachbearbeiter (Herr A.) ist nicht in der Lage zu rechnen. Er schafft es nicht einmal vom Tag der 1. Krankschreibung 6 Wochen weiter zu rechnen. Dementsprecht erhielt ich in meinem ersten Bescheid (nach 8 Wochen Krankheit) eine Ablehnung. Ich habe die Karrenzzeit noch nicht beendet.
2. Die geforderten Abrechnungsscheine müssen teilweise wöchentlich (nicht wie in den Unterlagen 14-tägig) eingereicht werden. Eine Auszahlung des Betrages dauert dann durchschnittlich 3 Wochen.
3. Sie erkannten nur nach massiven Druck durch meinen Versicherungsmakler den ersten Krankheitstag an, obwohl sowohl Krankenkasse als auch Arbeitgeber den Tag genau definiert haben. In der Nachkorrektur wurde mir der Tag doch anerkannt.
4. Gestern (28.8.) habe ich einen Einschreiben erhalten, in dem mich die Allianz dazu auffordert, bei einem Arzt ihres Vertrauens vorstellig zu werden.
Auf Anfrage teilte mir mein Sachbearbeiter (Hr. A.) mit, dass man meine 100% Arbeitsunfähigkeit anzweifele. Ich dachte, ich höre nicht recht.
Man zweifele eine fulminante beidseitige Lungenembolie an??? Man zweifele somit die Diagnose des Unfallkrankenhaus Berlins (behandelnde Ärzte: Prof. Dr. Kleber und Dr. Lenßen) und meinem weiterbehandelnden Arzt an???
Was gibt es bei dieser Diagnose zu diskutieren. Ich kann froh sein, dass ich diesen Tag überlebt habe und somit zu den glücklichen 30% der Überlebenden gehöre.
Zu meinem Erstaunen hat auch meine Rechtschutz dieses Verhalten geduldet, obwohl sie dieses bei der Diagnose schon für sehr makaber halten.
Aber damit nicht genug.
Die Allianz nimmt sich auch heraus, zu verlangen, dass einen Patient mit dieser Diagnose einmal durch ganz Berlin fahren muss um sich von ihrem Arzt untersuchen zu lassen. Und leider ist auch dieses, so verwunderlich es klingt, zulässig. Es ist ja schließlich innerhalb einer Stadt. Das ich aber für Hin- und Rückweg sowohl mit PKW als auch mit der BVG (nur die Kosten für die öff. Verkehrsmittel gedenkt die Allianz zu erstatten) mit bis zu 3 Stunden rechnen muss, spielt dabei keinen Rolle. Ich finde es sehr fraglich, ob dieses neben dem ständigen Ärger mit der Allianz dem Genesungsprozeß zuträglich ist und dieses sollte doch das 1. Ziel der Versicherung sein. Aber die Allianz sieht dieses anscheinend anders.
Selbst meine gesetzliche Krankenversicherung oder mein Arbeitgeber verzichtet auf jeglich Vorladungen. Für die ist die Diagnose klar und es wird problemlos alles für meine Genesung getan. Die Krankenkasse befürwortet sogar eine Rehabilitationsbehandlung.
Aufgrund der ganzen Geschichte gehe ich auch davon aus, dass der Vertrauensarzt (ein Arzt mit einer sehr noblen Privatpraxis!!!) der Allianz bescheinigen wird, dass ich wieder 100% Arbeitsfähig bin und somit keine Anspruch auf die Auszahlung des Krankentagegeld besteht.
Aber dann besteht auch endlich ein Handlungsspielraum für meine Rechtschutzversicherung.
Ich bin also sehr gespannt,wie es weitergeht.
Bis dahin viele Grüße
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