Alles Bagatelle? Neue Aufregung über Kündigungen

Die Empörung war groß über die sogenannten Bagatellkündigungen wegen des rechtswidrigen Verzehrs einer Frikadelle, der Mitnahme einiger Maultaschen oder einem am Betriebsstrom aufgeladenen Handy. Alles Bagatellen. Mit einer neuen Bagatellkündigung macht der SPIEGEL auf. Eine Lufthansa-Tochter hat 15 Arbeitnehmers gekündigt, weil sie privat mit dem Diensthandy telefoniert haben sollen. Und natürlich schreit die Gewerkschaft wieder auf.

Interessant ist dabei, was verdi derzeit als “Bagatelle” einstuft:

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Die Gewerkschaft Ver.di kritisierte die Aktion gegen teils langjährige und vertrauenswürdige Mitarbeiter als überzogen. Das Unternehmen wollte die von der Gewerkschaft genannte Zahl von 16 Entlassenen bisher nicht bestätigen. Weitere Mitarbeiter seien abgemahnt worden, berichteten die Arbeitnehmervertreter. Es sei lediglich die Transportabteilung gezielt überprüft worden, sagte der Ver.di-Verkehrsexperte Gerold Schaub. Das lege den Verdacht nahe, dass man bestimmte Personen habe treffen wollen. Er stritt die Verfehlungen der Mitarbeiter nicht ab, wies aber daraufhin, dass es meist um geringe Beträge zwischen 10 und 15 Euro pro Monat gegangen sei.

Ging es also unter dem Deckmantel Bagatelle früher noch um einen Pfandbon im Wert von unter 2,00 EUR, einer Maultasche oder Frikadelle, reden wir jetzt über einen Betrag von 10 bis 15 EUR im Monat, macht zwischen 120 und 180 EUR i…

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Themen: Rechtsprechung , Kschg , Lufthansa , Der Spiegel , Reden , Maultaschen , Bagatelle
Rechtsgebiet: Arbeitsrecht

Erschienen 26. März 2010 auf http://www.rechtsanwaltskanzlei-wolf.de.

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