Smsfree wirklich gratis?
RA J. Melchior, Wismar | 12. September 2008 — Eigentlich nicht, oder aber doch, wie das Amtsgericht Hamm im Urteil 17 C 62/08 vom 26.o3.2008 meint, das bei Verbraucherrechtl…
AG Hamm, Urteil vom 26.03.2008, Az. 17 C 62/08 - Es wird eine nicht bestehende nicht bestehende Geldforderung eingetreiben, für die es keinen wirksamen Vertrag gibt und für die keine ordnungsgemäße Rechung erstellt wurden; die Inkassounternehmen oder Anspruchsteller sind nicht zur Vertretung berechtigt oder haben keine wirksame Abtretungsurkunde, die sie vorlegen könnten. So oder ähnlich liegen all die Fälle aus dem Bereich der Abo-Fallen: Im Interent eine wahre Plage geworden, werden immer wieder ahnungslose Surfer Opfer dieser Paxis, geben ihre Nutzerdaten ein und bekommen nach ewigen Zeiten - jedes Widerrufsrecht scheint ausgeschlossen - eine Mahnung einschl. Mahngebühr.
Rechtlich gesehen ist
ein Vertrag in der Regel nicht zustande gekommen. mangels Zustellung einer Widerrufsbelehrung in Textform der Widerruf immer noch möglich die Drohung mit SCHUFA-Meldung u.ä. wegen der fehlenden Forderung unzulässigund darüber hinaus ist
die Erhebung, Verarbeitung und Weitergabe der personenbezogenen Daten ein Verstoß gegen geltendes Datenschutzrecht die Behauptung einer nicht bestehenden Forderung in Täuchungsabsicht zum Zweck der Bereicherung strafrechtlich ein Betrug.Im Einzelfall sind die Mahnungen daher nichtig. Um weitere Folgen, wie hier vorligend das Verfahren zeigt, sollte ggf. in Eigenregie der Sachverhalt bei der örtlichen Polizei zur Anzeige gebracht werden. Ein Ausdruck oder eine Speicherung der Druckseiten als Beweismittel sollten möglichst schon mitgebracht werden. Anbeiter aus Dubai und anderen entfernten Regionen wird man dabei kaum erreichen. Die Hilfs- und Mittelspersonen - einschließlich der tätigen Inkassodienste - in Deutschland sollten aber erreichbar sein.
Rechtsanwalt Siegfried Exner, Kiel
AG Hamm, Urteil vom 26.03.2008, Az. 17 C 62/08 - Keine Kostenerstattung für SMS-AboAus der Entscheidung:
Die Klage ist unbegründet. 1. Der Klägerin steht der geltend gemachte Anspruch gegen die Beklagte auf Zahlung von 96,00 € nicht zu. Zum einen fehlt es an der Aktivlegitimation der Klägerin. Die Klägerin macht einen Anspruch geltend, der ihr von der Fa. Micro SD 256 Ltd. Aus England abgetreten worden sein soll. Ausweislich der Klageschrift soll dieser Anspruch der Zedentin gegen die Beklagte wegen Nutzung der Internetseite www.smsfree100.de entstanden sein.
Ausweislich der beigefügten Kopie der Abtretungsvereinbarung zwischen der Klägerin und der Fa. Micro SD 256 Ltd. bezieht sich die Abtretung jedoch auf Ansprüche, die über das Portal „www.smsfree24.de” entstanden sind. Daher ist die Klägerin selbst nach eigenem Vortrag nicht zur Geltendmachung des behaupteten Anspruchs befugt. Der diesbezügliche Vortrag ist bereits unschlüssig.
Zum anderen hat die Klägerin keine Vereinbarung zwischen den Parteien dargelegt, aus der sich ergibt, dass die Inanspruchnahme der Dienste der Zedentin…
» Vollständiger ArtikelErschienen 23. Mai 2008 auf http://www.jur-blog.de.
RA J. Melchior, Wismar | 12. September 2008 — Eigentlich nicht, oder aber doch, wie das Amtsgericht Hamm im Urteil 17 C 62/08 vom 26.o3.2008 meint, das bei Verbraucherrechtl…
Dr. Behrmann & Härtel | 26. Mai 2008 — Vom Amtsgericht Hamm kommt eine interessante Entscheidung, nachdem bei einem Angebot keine stillschweigende Vergütungsvereinbar…
Andere Ansicht | 26. April 2008 — Beinahe wäre bei mir das Urteil des Amtsgerichts Hamm 17 C 68/08 unbemerkt geblieben. Gegenstand des Rechtstreits war eine Ford…
Dr. Bücker Newsfeed | 4. Juni 2008 — Im Urteil vom 26.03.2008 Az. 17 C 62/08 entschied das AG Hamm, dass eine Regelung über die Entgeltlichkeit einer Leistung bei vor…
Dr. Damm & Partner Rechtsanwälte | 21. Februar 2009 — AG Hamm, Urteil vom 26.03.2008, Az. 17 C 62/08 §§ 305c Abs. 1, 612 Abs. 1 BGB Das AG Hamm hatte über einen weiteren Fall e…
MEDIEN INTERNET und RECHT | 19. Mai 2008 — 1. Bei einem Internetangebot (hier: Gratisversand von SMS), dass bei dem Nutzer den Eindruck erweckt, es handele sich um ein koste…
Anwalt Niemeyer | 3. Juni 2008 — Wenn man den Betreibern von Vertragsfallen-Websites angesichts ihres Geschäftsmodells zwar keine Sympathie entgegenbringen ma…
MEDIEN INTERNET und RECHT | 7. November 2007 — 1. Bereits dann, wenn ein Anbieter in einer Werbung (hier: auf einer Internetseite) hervorhebt, dass für seine Leistung eine besti…
Handakte WebLAWg | 25. April 2008 — Es geschieht selten, dass Firmen, die ihr Geld mit Internet-Abzocke verdienen, tatsächlich vor Gericht ziehen. Das Amtsgerich…
§§ Jur-Blog.de §§ | 24. Juli 2009 — AG Frankfurt a. M., Urteil vom 02.11.2007 – 32 C 1949/07 – Red. Leitsätze: Selbst wenn die Verbindungsentgelte durch einen Fe…
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