Irak: Forderung nach mehr Frauenrechten in der neuen Verfassung
Menschenrechte | 28. Juli 2005 — Die Rechte von Frauen sollten in Iraks neuer Verfassung verankert werden, forderte Human Rights Watch in einem Brief an den Vorsit…
Wahlkampf wird zum Sicherheitsrisiko für Frauen mehr Schutzmaßnahmen notwendig Der Wahlkampf in Afghanistan hat mit heutigem Tag offiziell begonnen. Ein neuer Bericht von Human Rights Watch beschreibt die Schwierigkeiten, mit denen Frauen, die bei den afghanischen Parlaments- und Regionalwahlen kandidieren, zu kämpfen haben. Die Regierung in Kabul und internationale Beobachter sollten die Wahlkandidatinnen vor Angriffen und Einschüchterungsversuchen durch Taliban und diverse Kriegsherren beschützen, forderte die Human Rights Watch. Die Verbesserung der Beschwerdestellen und mehr Koordination zwischen den Kandidatinnen und den Sicherheitsbehörden seien laut Human Rights Watch dringend notwendige Schritte, um für mehr Sicherheit im Wahlkampf zu sorgen. Rund zehn Prozent der 5.800 Wahlkandidaten sind Frauen. Die Kandidatinnen in Afghanistan stellen sich gegen die Taliban, verschiedene Kriegsherren und konservative gesellschaftliche Normen, die sie vom öffentlichen Leben ausschließen wollen, erklärte Nisha Varia, Mitarbeiterin der Asienabteilung von Human Rights Watch. Es ist die Aufgabe der afghanischen Regierung, der Wahlbeobachter und der Friedenstruppen für die Sicherheit dieser mutigen Frauen zu sorgen. Auf ihre Anliegen und Beschwerden muss rasch reagiert werden. Der 28seitige Bericht Campaigning against Fear: Womens Participation in Afghanistans 2005 Elections (Kampagne gegen die Angst: Afghanistans Frauen und ihre Teilnahme an den Wahlen 2005) stützt sich auf Dutzende Gespräche mit Wahlkandidatinnen und -helferinnen. Frauen, die politisch aktiv sind oder sich für Frauenrechte einsetzen, agieren Human Rights Watch zufolge in einem Klima der Angst obwohl sich das Leben für Frauen generell seit dem Fall der Taliban verbessert hat. Im Süden und Osten von Afghanistan versuchen wieder erstarkte Gruppen der Taliban, die Wahlen zu behindern. In anderen Gegenden trachten lokale Armeekommandanten danach, die Wahlergebnisse zu beeinflussen, indem sie Wähler und Kandidatinnen einschüchtern. Ich habe Angst. Aber nicht vor al-Qaida, sondern vor den Kommandanten, die ebenfalls zur Wahl antreten, erklärte eine Parlamentskandidatin gegenüber Human Rights Watch. Kein Wunder, dass sich Frauen Sorgen um ihre Sicherheit machen, wenn Kriegsherren und Menschenrechtsverletzer auf den Wahllisten stehen, meinte Varia. Human Rights Watch befürchtet, dass die Wahlen für das Unterhaus und die Landtage am 18. September weniger friedlich als die Präsidentschaftswahlen von 2004 vonstatten gehen. In den letzten Monaten verschlechterte sich die Sicherheitslage in Afghanistan: Eine Wahlhelferin wurde erschossen, eine angebliche amerikanische Spionin von Taliban ermordet und am 10. August wurden sechs regierungsfreundliche Kleriker vermutlich von Taliban hingerichtet. Die zwei größten Unsicherheitsfaktoren sind einerseits die Kriegsherren, die die Wahlen auf jeden Fall dominieren wollen, erklärte Varia. Und andererseits haben die Taliban angekündigt, den Wa…
» Vollständiger ArtikelErschienen 17. August 2005 auf http://menschenrechte.blogg.de/.
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