ACTA: Schweiz kann Abkommen noch 2012 unterzeichnen

Die Schweiz wird das umstrittene Anti-Counterfeiting Trade Agreement (ACTA, englischsprachiger Abkommenstext als PDF) allenfalls noch in diesem Jahr unterzeichnen – so jedenfalls Mathias Schäli, Leiter «Internationale Handelsbeziehungen» beim Institut für Geistiges Eigentum (IGE) und Leiter der schweizerischen ACTA-Verhandlungsdelegation gegenüber der Neuen Zürcher Zeitung (NZZ, via @floheinstein). Schäli kann die Kritik, die ACTA-Verhandlungen seien intransparent geführt worden, nicht nachvollziehen …

«Wir haben bereits während den Gespräche diverse Informationsveranstaltungen durchgeführt, an denen sich jeder ein Bild machen konnte. Ausserdem kann sich jeder umfassend auf unserer Website über Acta informieren. Im Übrigen ist es üblich, dass Verhandlungen zwischen Regierungen nicht in der Öffentlichkeit geführt werden.»

… und im Übrigen führe eine ACTA-Teilnahme zu keinen Änderungen in Schweizer Gesetzen – siehe dazu auch die «Häufig gestellten Fragen» zum ACTA auf der IGE-Website –, sondern andere Länder hätten Nachholbedarf:

«‹Die Schweiz hat bereits 2007 und 2008 ihre Immaterialgüterrechtsgesetze angepasst und verstärkte Massnahmen gegen die Fälschung und Piraterie eingeführt. Daher sehe ich hier keinen Nachholbedarf›, führte Mathias Schäli weiter aus, ‹es geht eher darum, dass andere Länder ihre Hausaufgaben machen und beispielsweise Grenzkontrollen verschärfen, um Produktpiraterie besser zu bekämpfen.›»

Schäli erwähnt dabei allerdin…

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Themen: Medien , Geistiges Eigentum , Piraterie , Schweiz , Beteiligung , BV , Nzz , Neue Zürcher Zeitung , Ige , Nzz Online , Acta , Teilnahme , Immaterialgüterrecht , Unterzeichnung , Rechtsetzung , Anti Counterfeiting Trade Agreement , BV 190 , Eidgenössisches Institut Für Geistiges Eigentum , Mathias Schäli
Rechtsgebiet: Urheberrecht

Erschienen 26. Januar 2012 auf http://www.steigerlegal.ch.

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Anti-Counterfeiting Trade Agreement – Wikipedia
SR 101 Art. 190 Massgebendes Recht (Bundesverfassung der Schweizerischen Eidgenossenschaft)
Eidgenössisches Institut für Geistiges Eigentum – Wikipedia
«Andere Länder sollen ihre Hausaufgaben machen» (Digital, NZZ Online)

Heute wird in Polen und Österreich das Anti-Counterfeiting Trade Agreement (Acta) unterzeichnet. Hierzulande könnte es noch 2012 so weit sein. Mit dem Abkommen soll das Vorgehen gegen Urheberrechtsverletzter erleichtert werden. Der Schweizer Verhandlungsführer kann die Aufregung nicht nachvollziehen.


Eidgenössisches Institut für Geistiges Eigentum :: Häufig gestellte Fragen

Das Eidgenössische Institut für Geistiges Eigentum (IGE) in Bern ist die zentrale Anlaufstelle des Bundes für alle Fragen zu Patenten, Marken, Herkunftsbezeichnungen, Designschutz und Urheberrecht. Es ist in diesen Gebieten für die verwaltungsinterne Vorbereitung der Gesetzgebung zuständig und vertritt die Schweiz in allen Fragen des Geistigen Eigentums in internationalen Organisationen und gegenüber Drittstaaten. An das IGE wendet sich, wer in der Schweiz eine Erfindung zum Patent anmelden, eine Marke registrieren lassen oder ein Design hinterlegen will.


What Is ACTA And Why Is It A Problem? | Techdirt