Achterbahn im Amtsgericht

Dem hier geäußerten Wunsch des Kollegen Vetter auf eine Bewährungsstrafe habe ich gestern bereits beim Schöffengericht vorgegriffen. Nachdem die Staatsanwaltschaft 2 Jahre 7 Monate beantragt hatte, wäre mein Mandant auch mit glatt zwei Jahren zufrieden gewesen.

Man stelle sich die Erleichterung vor, als der Vorsitzende verkündet: "... und wird deshalb zu einer Freiheitsstrafe von einem Jahr und zehn Monaten verurteilt." Dem Mandanten sackten die Schultern nach unten, vernehmliches Ausatmen, Abtupfen der Schweißperlen! Die weiter verkündete (drastische) Führerscheinsperre und die (für ihn noch drastischere) Einziehung seines Fahrzeugs bekam er vor lauter Freude gar nicht mit. Dabei ging allerdings auch unter, dass die so wichtigen Worte über die Strafaussetzung zur Bewährung nicht ertönten. Die Hochstimmung des Mandanten befand sich im Anschluss an meinen leisen Hinweis im freien Fall.

Auch für mich das erste Mal in all den Jahren, dass ein Gericht sich auf § 56…

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Themen: Stgb , Entscheidungen , Glatt , Mandanten

Erschienen 31. August 2010 auf http://blog.rechtsanwalt-helling.de.

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