Absurde Spiele im Mordfall Litwinenko

Im Fall des mit Polonium 210 ermordeten russischen Ex-Geheimdienstlers Alexander Litwinenko hat die russische Generalstaatsanwaltschaft laut rp-online mitgeteilt, dass gegen einen früheren Anteilseigner des zerschlagenen Energiekonzerns Jukos, den in Israel lebenden Leonid Newslin, ermittelt werde. Dieser und andere Jukos-Leute könnten die Ermordung des Dissidenten in Auftrag gegeben haben. Der Anwalt Newlins hat die Bekanntgabe der Ermittlungen als Provokation zurückgewiesen. Newslin selbst hatte vor einem Monat in einem Interview gesagt, Litwineko habe ihm Unterlagen zukommen lassen, die in Zusammenhang mit der Zerschlagung von Jukos zusammenhängen. Hierin könne ein Motiv zur Ermordung Litwinenkos gelegen haben. Hauptanteilseigner an Jukos war der früher reichste Mann Russlands und Putin-Gegner Chodorkowski, der inzwischen zu 8 1/2 Jahren Haft verurteilt wurde und in eine Straflager in Sibirien einsitzt. Nachdem aus dem Kreml früher auch schon die Vermutung geäußert wurde, der in London lebende Regimegegner und Milliardär Beresowski könne hinter dem Attentat stehen, darf man sich fragen, ob die russischen Behörden ernsthaft ermitteln oder ein von politischen Motiven getragenes absurdes Theater veranstalten ... Autor: RA Rainer Pohlen Kanzlei POHLEN + MEISTER

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Themen: Israel , Spiele , Litwinenko

Erschienen 28. Dezember 2006 auf http://www.strafblog.de.

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