Neue Abmahnungen der Rasch Rechtsanwälte für Universal Music
Wagner Halbe Rechtsanwälte Blog | 15. Januar 2010 — Im Auftrag der Universal Music GmbH aus Berlin (Geschäftsführer Frank Briegmann) mahnt die Anwaltskanzlei „Rasch Rechtsanwälte“…
Die Abmahnwelle der Rasch Rechtsanwälte aus Hamburg hält weiter an. Derzeit werden wieder verstärkt „Verletzungen von Urheber und Leistungsschutzrechten durch die unerlaubte Verwertung“ verschiedener Musikalben im Wege der anwaltlichen Abmahnung verfolgt. Hiermit feuern die Anwälte mit schwerstem Geschütz auf vermeintliche Teilnehmer an illegalen Musiktauschbörsen. Im Fokus stehen wiederum aktuelle Musikwerke, wie das Album zum Kinofilm „Zweiohrküken“, der Live-Auftritt der „Sportfreunde Stiller“ in New York oder Werke von Künstlern wie „Rhianna“, „Lady Gaga“ oder „Element Of Crime“.
Die Musikdateien sollen durch download bzw. upload in sogenannten „peer-to-peer Netzwerken“ unbefugt getauscht worden sein. Aus diesem Grund verlangen die Abmahn-Anwälte Unterlassung zukünftiger Rechtsverletzungen und die Zahlung von überhöhtem Schadensersatz bzw. den Ersatz von angeblichen Rechtsverfolgungskosten. Der beigefügte Gerichtsbeschluss und die einseitige Aufzählung veralteter Gerichtsentscheidungen sollen den Anschein erwecken, dass die geltend gemachten Ansprüche völlig zu recht bestehen und leicht durchgesetzt werden können. Viele Empfänger des bedrohlich wirkenden Schreibens erliegen dem starken anwaltlichen Druck und lassen sich zu einem vorschnellen „Vergleich“ und damit zur Zahlung eines weitestgehend unberechtigten „pauschalen Abgeltungsbetrags“ von 1.200,00 Euro, sowie zur Abgabe einer Unterlassungserklärung mit einer drohenden Vertragsstrafe von sogar „5.001,00 Euro“ verleiten. Hiermit schnappt die Falle zu.
Wie Sie weiteren Schaden, überhöhte Zahlungen und unnötige Gerichtsprozesse vermeiden können, erfahren Sie hier:
Richtige Reaktion bei Erhalt einer Abmahnung der Rasch Rechtsanwälte
Erster Tipp: Ruhe bewahren. Die Welt geht nicht unter! Machen Sie sich gegenwärtig, dass das wuchtige Anschreiben bei Ihnen zunächst Angst und Unsicherheit erzeugen soll und damit den Weg zu einem übereilten Anerkenntnis der horrenden Forderungen ebnen möchte. Angst und Unsicherheit sind jedoch stets schlechte Ratgeber. Sie sollten vielmehr besonnen reagieren und die Angelegenheit sachlich betrachten.
Stellen Sie zunächst sicher, das kein Computer an Ihren Internetzugang angeschlossen ist, der über Programme wie „Kazaa, Limewire, Bearshare, Bittorent, Edonky, Emule, Azureus, Ttorrent oder Shareaza“ Kontakt zu Tauschbörsen, wie „Gnutella, Bittorent, Faststrack oder eDonkey200“ aufbaut. Überprüfen Sie auch, dass keine Kinder oder Dritte Zugriff auf Ihren Internetanschluss haben. Sofern Sie das Internet über W-Lan nutzen, muss sichergestellt sein dass das Funknetzwerk nach neuestem Standard verschlüsselt ist.
Nun können Sie sich mit dem Ansprüchen der Gegenseite auseinandersetzen. Sie brauchen hierbei keine „24-Stunden-Abmahn-Notfall-Hotline“ (es besteht kein Notfall: Sie haben bislang lediglich einen Brief erhalten!), sondern bestenfalls Ruhe, Bedenkzeit und im …
» Vollständiger ArtikelErschienen 26. Februar 2010 auf http://rechtsanwaltsblog.blog.de.
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