90-jährige im Erotik-Kaufrausch?

Die Mandantin soll über das Internet Erotik-Angebote wahrgenommen haben. Hierdurch sollen Kosten von immerhin knapp 2.000,- € entstanden sein.

Die Mandantin ist indes 90 Jahre alt und bestreitet vehement, jemals solche Dienste in Anspruch genommen zu haben. Sie nutze das Internet auch gar nicht selbst. Überhaupt wisse sie über das Internet ebenso viel wie über Raketenwissenschaft, was meiner Einschätzung nach eher wenig sein dürfte.

Aber siehe da: Der große Unbekannte, der die Verträge geschlossen hatte, hatte eine E-Mail-Adresse angegeben, über die der Vertragsschluß bestätigt werden mußte. Die E-Mail-Adresse beinhaltet doch tatsächlich seinen Vor- und Nachnamen. Und - so etwas aber auch - eine Person dieses Namens wohnt tatsächlich im Haus der Mandantin.

Diese Person hat dann auch (reumütig und mit hochrotem Kopf) eingeräumt, bei Vertragsschluß unberechtigt den Namen der Mandantin angegeben zu haben.

Der Anspruchstellerin habe ich also den obenstehenden Sachverhalt sowie den Namen und die Anschrift des Verantwortlichen mitgeteilt.

Aber kümmert das die Anspruchstellerin? Nein, weit gefehlt. Vielmehr sah sich das von dort beauftragte Inkassounternehmen genötigt, mir wi…

» Vollständiger Artikel
  • Infos zum Artikel
  • Kommentare
  • Ähnliches

Themen: Erotik , Allg. Zivilrecht

Erschienen 9. Januar 2012 auf http://kanzleiundrecht.wordpress.com.

Sie haben eine Meinung zum Thema? Artikels kommentieren
Artikel kommentieren

Verwirrspiel im Landgericht Hildesheim

Strafprozesse und andere Ungereimtheiten | 14. Dezember 2007 — Meiner Mandantin wird u.a. eine Urkundenfälschung vorgeworfen. Sie bestreitet, einen Finanzierungsantrag mit dem Namen einer ander…

Spam an Lebensgefährtinnen von Anwälten jetzt erlaubt

RA-Blog | 25. Juni 2007 — Ich habe kürzlich für eine Mandantin einen Spammer abgemahnt. Meine Devise lautet ja: Abmahnungen sind Mist, aber Spammer sind auc…

Payback - Datenchaos und eine schnelle Einsicht

spam-abwehren.de | 12. Juni 2007 — Die L. P. GmbH, Betreiberin des "Payback"-Programmes unterwarf sich gegenüber einer Mandantin wegen unerwünschter Werbung per E-Ma…

HUK Coburg - Beamtenverein

RA J. Melchior, Wismar | 10. August 2011 — Ein eigentlich einfacher Sachverhalt: Der Gegner mit seinem PKW übersieht die Mandantin auf ihrem Fahrrad und fährt selbige um.…

Ich habe doch aber den Vertrag widerrufen…

Mit Fug und Recht | 25. Mai 2010 — …und zwar innerhalb von 14 Tagen, das reicht doch!!! Bestimmt stand das in einer dieser bunten Zeitschriften in der Rubrik toll…

Wer nicht hören will...

RA-Blog | 1. Dezember 2008 — Der ehemalige Vermieter meiner Mandantin rügt, dass er rund drei Wochen nach dem Auszug die Schlüssel zum Haus und zur Wohnung noc…

Das Richtige!

Andere Ansicht | 27. Oktober 2011 — Das Telefon klingelt, das Sekretariat stellt Mandantin Y. durch. Es entspinnt sich ein kleines Gespräch. RA: Wolf? Mandanti…

Lügen, schummeln, fabulieren

RA-Blog | 31. Januar 2006 — Eine Mandantin ruft mich an und erzählt, die anwaltlich vertretene Gegnerin habe vor Ihrer Haustür gestanden um ihr allerlei Un…

Roland Rechtsschutz kündigt

RA-Blog | 31. März 2006 — Nachdem ich in einer Mietsache um Kostendeckung gebeten habe, erhält die Mandantin noch bevor eine Kostenzusage hier eingeht, v…

Erziehungsproblem

Rechtsanwalt Hänsch, Dresden | 19. Mai 2011 — Die allein erziehende Mandantin – Hartz IV-Empfängerin – hat innerhalb einer Woche drei anwaltliche Abmahnungen wegen illegalem…