Verwirrspiel im Landgericht Hildesheim
Strafprozesse und andere Ungereimtheiten | 14. Dezember 2007 — Meiner Mandantin wird u.a. eine Urkundenfälschung vorgeworfen. Sie bestreitet, einen Finanzierungsantrag mit dem Namen einer ander…
Die Mandantin soll über das Internet Erotik-Angebote wahrgenommen haben. Hierdurch sollen Kosten von immerhin knapp 2.000,- € entstanden sein.
Die Mandantin ist indes 90 Jahre alt und bestreitet vehement, jemals solche Dienste in Anspruch genommen zu haben. Sie nutze das Internet auch gar nicht selbst. Überhaupt wisse sie über das Internet ebenso viel wie über Raketenwissenschaft, was meiner Einschätzung nach eher wenig sein dürfte.
Aber siehe da: Der große Unbekannte, der die Verträge geschlossen hatte, hatte eine E-Mail-Adresse angegeben, über die der Vertragsschluß bestätigt werden mußte. Die E-Mail-Adresse beinhaltet doch tatsächlich seinen Vor- und Nachnamen. Und - so etwas aber auch - eine Person dieses Namens wohnt tatsächlich im Haus der Mandantin.
Diese Person hat dann auch (reumütig und mit hochrotem Kopf) eingeräumt, bei Vertragsschluß unberechtigt den Namen der Mandantin angegeben zu haben.
Der Anspruchstellerin habe ich also den obenstehenden Sachverhalt sowie den Namen und die Anschrift des Verantwortlichen mitgeteilt.
Aber kümmert das die Anspruchstellerin? Nein, weit gefehlt. Vielmehr sah sich das von dort beauftragte Inkassounternehmen genötigt, mir wi…
» Vollständiger ArtikelErschienen 9. Januar 2012 auf http://kanzleiundrecht.wordpress.com.
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