… und die Kosten trägt die Anwältin
strafprozess | 19. Juli 2007 — Das Bundesgericht scheint die Haftung der Parteivertreter für die Gerichtskosten auszudehnen. Hier ein aktuelles Beispiel (1B_1…
Im Entscheid 4A_254/2011 vom 5. Juli 2011 trat das Bundesgericht nicht auf eine Beschwerde gegen einen Binnenschiedsspruch ein. Das Bundesgericht hielt zunächst fest, dass die Parteien nicht im Voraus auf ein Rechtsmittel gegen einen Binnenschiedsspruch verzichten können (E. 3.1). Folglich erachtete es die in der Schiedsvereinbarung enthaltene gegenteilige Abrede ("Les parties s'engagent à se conformer à cette décision et ne plus faire recours au Tribunal fédéral") für ungültig. Das Bundesgericht wandte sich daraufhin der Frage zu, ob es sich beim Beschwerdeobjekt um einen Schiedsspruch oder ein Schiedsgutachten handelt. Sollte ein Schiedsgutachten vorliegen, so das Bundesgericht, dann würde dieses nicht der Beschwerde an das Bundesgericht gemäss Art. 389 Abs. 1 ZPO unterliegen (E.4). Nach Auslegung der Parteivereinbarung gelang das Bundesgericht zum Schluss, dass die Parteien eine Schiedsvereinbarung eingehen wollten (E. 4.2): "De telles dispositions plaident manifestement en faveur de l'existence d'un arbitrage et non d'une expertise-arbitrage: il ne s'agissait pas pour les parties d'obtenir du mandataire un simple avis, fût-il contraignant, dont elles pourraient se prévaloir, au besoin, dans une procédure judiciaire ou arbitrale subséquente, mais une décision revêtue de l'autorité de la chose jugée et exécutoire dans les dix jours de son prononcé." Da somit ein Beschwerdeobjekt i.S.v. Art. 389 Abs. 1 ZPO vorlag, befasste sich das Bundesgericht mit den Beschwerdegründen. Das Bundesgericht warf dabei der Beschwerdeführerin vor, den Besonderheiten der Beschwerde gegen einen Binnenschiedsspruch nicht Rechnung getragen zu haben. Insbesondere unter Verweis auf Art. 393 ZPO (abschliessende Aufzählung der Beschwerdegründe) und Art. 77 Abs. 3 BGG (Rügeprinzip) hielt das Bundesgericht fest, dass die Beschwerdeführerin die Beschwerde nicht rechtsgenügend begründet hatte, weshalb es nicht auf die Beschwerde eintrat (E. 5.2): "En argumentant ainsi, la recourante, pourtant assistée d'un avocat, méconnaît gravement la nature juridique du recours fédéral dirigé contre une sentence rendue dans un arbitrage interne. Elle traite la sentence litigieuse à l'égal d'une décision émanant d'une autorité judiciaire cantonale de dernière instance, susceptible d'être attaquée au titre de la violation du droit fédéral. C'est oublier qu'un tel grief est expre…
» Vollständiger ArtikelErschienen 2. August 2011 auf http://www.swissblawg.ch.
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