30.000 DM ins Klo gespült, oder: Der Umweg zur Bundesbank

Ein 64 Jahre alter Rentner wirft 30.000 DM in´s Klo und spült ab. Er ist der Meinung, das Geld sei nichts mehr wert. Weil´s zuviel auf einmal ist, verstopft es die Kanalisation. Vielleicht verstopft sie auch aus anderen Gründen, aber so macht´s sich besser. Jedenfalls findet ein Mitarbeiter der zwecks Beseitigung der Verstopfung alarmierten Rohrreinigungsfirma das Geld in den Abflussrohren. Das kommt ihm irgendwie nicht geheuer vor und er alarmiert die Polizei. Die ermittelt, wie sich das für tüchtige Polizeibeamte gehört, und findet heraus, woher das Geld stammt. Und dass der Rentner noch weitere 30.000 DM in seiner Wohnung verwahrt, die er noch nicht in´s Klo geworfen hat, und auch noch 14.000 Euro in bar. Die Polizei, Dein Freund und Helfer, klärt den Mann auf, dass er die alte DM-Währung auch heute noch bei jeder Filiale der Bundesbank gegen blanke Euro umtauschen kann und begleitet den Mann dorthin, damit er sein Geld dort einzahlt. Und weil der Mann leicht verwirrt erscheint, verständigt sie auch noch das Sozialamt. So ist es geschehen, denn es steht im SPIEGEL, und der weiß ja bekanntlich fast immer Bescheid oder findet´s jedenfalls raus. Ob der Mitarbeiter der Rohrreinigungsfirma für seine Ehrlichkeit belohnt wurde, steht allerdings nicht im SPIEGEL. Autor: RA Rainer Pohlen kanzlei POHLEN + MEISTER

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Themen: Bundesbank

Erschienen 20. April 2006 auf http://www.strafblog.de.

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