3 Millionen Dollar für das Fenster, aus dem Kennedy erschossen wurde
am 18.02.2007 von http://www.strafblog.de
Bei ebay ist das Fenster, aus welchem im Jahr 1963 der damalige US-Präsident John F. Kennedy von Lee Harvey Oswald erschossen worden sein soll, für mehr als 3 Millionen Dollar versteigert worden. Das Gebot wurde laut SPIEGEL-ONLINE kurz vor Schluss der Auktion von einem Holländer abgegeben. Das Mindestgebot lag bei 100.000 Dollar. Schnell wurden jedoch 7-stellige Beträge erreicht. Viele Bieter zogen ihre Gebote dann aber zurück, andere wurden wegen fehlender Seriösität von der Auktion ausgeschlossen. So auch ein Bieter, der ein Gebot von 17 Millionen Dollar eingestellt hatte. Die Nachricht vom Zuschlag für 3.001.501 Dollar ging gestern wie ein Lauffeuer um die Welt.
Kleines Problem am Rande: Der Bieter, der den Zuschlag bekommen hat, hat sich scheinbar überreizt und ist gar nicht in der Lage, den Betrag aufzubringen. Vor Schluss der Auktion konnte seine Zahlungsfähigkeit aber nicht mehr überprüft werden, da er das Gebot erst 22 Sekunden vor Schluss abgab. Jetzt muss der Mann mit einer Betrugsanzeige rechnen.
Harold Byrd, der Eigentümer des Verlagshauses, aus dem die tödlichen Schüsse auf den Präsidenten abgegeben wurden, hatte das Fenster samt Rahmen wenige Wochen nach dem mysteriösen Mord, um den sich immer noch zahlreiche Legenden ranken, ausbauen lassen und bis zu seinem Tod zuhause aufbewahrt. Sein Sohn Caruth Byrd hatte die Devotionalie später einem Museum in Dallas/Texas, dem Ort des Kennedy-Attentats, zur Verfügung gestellt, wo es 12 Jahre lang ausgestellt worden war. Die Eigentumsrechte an dem Fenster hatte er aber nicht aufgegeben.
Zusammen mit dem Fenster war auch ein in Leder gebundenes Buch mit amtlichen Dokumenten, welche die Echtheit des Fensters und des Rahmens beweisen sollen, zum Kauf angeboten worden. Nach einem Bericht in der DALLAS MORNING NEWS bestehen aber trotz der Unterlagen Zweifel an der Echtheit des Fensters.
Fast wäre es jedenfalls das teuerste Fenster der Welt geworden. Aber was nicht ist, kann ja noch werden ...
Autor: RA Rainer Pohlen
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