3 Jahre und 9 Monate Haft für Handel mit Todescocktails

Das Landgericht Wuppertal hat einen 23-jährigen Mann, der über das Internet tödliche Medikamentencocktails an selbstmordwillige Abnehmer verkauft hat, wegen Verstoßes gegen das Arzeimittelgesetz zu einer Freiheitsstrafe von 3 Jahren und 9 Monaten sowie zu 6.880 Euro Geldstrafe verurteilt, berichtet rp-online. 16 Fälle des unerlaubten Handels mit Arzneimitteln stellte die Strafkammer fest. Mindestens zwei der Kunden des Angeklagten sind nach den Urteilsfeststellungen nach Einnahme der Cocktails gestorben. Die Staatsanwaltschaft hatte eine Freiheitsstrafe von 5 Jahren gefordert. Der Angeklagte hatte seine Taten in seinem letzten Wort bedauert. Er sei zu der Entscheidung gekommen, dass es nicht richtig sei, andere Menschen bei ihrem geplanten Suizid zu unterstützen. Er werde damit leben müssen, dass einige Suizidversuche erfolgreich waren und wolle sich entschuldigen. Autor: RA Rainer Pohlen Kanzlei POHLEN + MEISTER

  • Infos zum Artikel
  • 1 Kommentare
  • Ähnliches
  • Links

Themen: Haft , Cocktails

Erschienen 25. Januar 2007 auf http://www.strafblog.de.

Sie haben eine Meinung zum Thema? Artikels kommentieren
Artikel kommentieren

Kommentare zu "3 Jahre und 9 Monate Haft für Handel mit Todescocktails":

6. Dezember 2007 von Nina R. — Das ist eine sehr traurige Geschichte .
Meine Freundin hat mich auf diese Seite draufhingewiesen weil es sie sehr mitgenommen hat sie erklärte mir nach einem Einkaufsbummel warum sie so besorgt sei . Außerdem meinte sie es gibt ein Bild von der Kleinen aber ich seh hier kein Bild ist ja auch egal .

Mutmaßlicher Geldtransporträuber zu hoher Strafe verurteilt

strafblog | 8. März 2007 — Ein 55 Jahre alter Mann, dem vorgeworfen wird, im Jahr 2003 gemeinsam mit seinem 36 Jahre alten Sohn auf einer Bundesstraße in Dol…

Lebenslänglich mit Zulage wegen 9fachen Mordes für Altenpflegerin

strafblog | 22. Februar 2006 — Wie FOCUS-ONLINE berichtet, hat das Landgericht Bonn heute morgen eine 27-jährige Altenpflegerin wegen 9-facher Tötung alter Mensc…

Lebenslange Freiheitsstrafe für Serienausbrecher Bogner

strafblog | 5. September 2006 — Das Landgericht Lübeck hat heute den als Serienausbrecher bekannt gewordenen Christian Bogner wegen Mordes zu einer lebenslangen F…

7,2 Millionen Euro geklaut: 4 Jahre und 3 Monate Haft

strafblog | 10. Mai 2006 — Ziemlich glimpflich davon gekommen ist der 40-jährige dreifache Familienvater Ingo S., der faz.net zufolge wegen Diebstahls von im…

Totschlag mit Ritterschwert: 11 Jahre Haft

strafblog | 16. Oktober 2006 — Das Landgericht Bad Kreuznach hat einen 51-jährigen Unternehmer aus Weinsheim in Rheinland-Pfalz wegen Totschlags zu 11 Jahren Haf…

15 Monate Haft für 1,8 Kilo Haschisch

strafblog | 17. Februar 2006 — Berlin (dpa/bb) - Wegen Handels mit 1,8 Kilogramm Haschisch ist ein 38-jähriger Mann am Freitag vom Berliner Landgericht zu 15 Mon…

Verurteilung wegen Mordes: 2 mal lebenslänglich für Karolinas Tod

strafblog | 24. Mai 2006 — Die Mutter der am 5. Januar 2005 schwer verletzt auf einer Krankenhaustoilette abgelegten und kurz darauf verstorbenen 3-jährigen …

7 Jahre Haft für Hauptangeklagten im Phoenix-Prozess

strafblog | 12. Juli 2006 — Das Landgericht Frankfurt am Main hat den früheren Prokuristen des Kapialanlageunternehmens Phoenix gestern wegen Betruges an bis …

13 Jahre und 6 Monate für

strafblog | 27. Januar 2006 — Bei BILD.de ist nachzulesen, dass der sogenannte "Fleischwolfmörder" vom Landgericht Ingolstadt wegen Mordes zu einer zeitigen Fre…

Lebenslange Freiheitsstrafe für den Mörder der 20-jährigen Anja

strafblog | 13. Juli 2006 — Das Landgericht Stendal hat einen 24-jährigen Nachbarn der im Juni 2005 tot aufgefundenen Anja aus Rietzel (Landkreis Jerichower L…

POHLEN + MEISTER
Fast vier Jahre Haft f�r Handel mit Selbstmord-Tabletten

Todespillen-Prozess: Fast vier Jahre Haft f�r Handel mit Selbstmord-Tabletten. Ein 23-J�hriger, der �bers Internet t�dliche Medikamentencocktails an suizidgef�hrdete Menschen verkauft hat, muss daf�r drei Jahre und neun Monate ins Gef�ngnis. Au�erdem muss er 6880 Euro Geldstrafe zahlen. Das Urteil lautete auf "unerlaubten Handel mit Arzneimittel".