Beute: Zehn Euro
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Wegen Mordes im Zustand verminderter Schuldfähigkeit verurteilte das Landgericht Potsdam gestern zwei jungen Männer, beide erst 22, zu Haftstrafen von 13 Jahren bzw. 13 Jahren und 6 Monaten. Die zur Tatzeit betrunkenen Männer waren - die der KÖLNER Stadtanzeiger in seiner Online-Ausgabe berichtet - laut Urteilsbegründung “mit besonderer Brutalität auf ihr hilfloses Opfer” losgegangen und hätten “aus Freude an Gewalt” und Verärgerung gehandelt, weil ihr Opfer kein Geld an sie herausgab.
Im Mai 2006 seien die Täter in die Wohnung des 46-jährigen Opfers in Zossen bei Berlin eingedrungen, um bei dem alkoholkranken und “intellektuell beinträchtigten” Mann Geld, Bier und Zigaretten zu erpressen. Einer der beiden Angeklagten habe den Mann gekannt. Aus Wut darüber, dass sie kein Geld fanden, hätten sie die Wohnung verwüstet und auf den Mann eingeschlagen. Nachdem sie die Wohnung zunächst verlassen hatten, seien sie zurückgekehrt, um einen liegengelassenen Rucksack zu holen. Dann hätten sie erneut auf ihr Opfer eingeschlagen und eine 34 Kilogramm schwere Tischwaschmaschine auf ihn geworfen. Die hätte ihn zwar knapp verfehlt, sei dann aber auf den Kopf des Manes umgekippt. Mit einer Bratpfanne, einem Tischbein und einem Besenstiel sowie mit Händen und Füßen hätten sie den Mann so lange traktiert, bis dieser tödlich verletzt war. Die Angeklagten hätten ihre Tat “richtig klasse” gefunden und seien hinterher “freudig erregt” gewesen, meinte der Vorsitzende Richter.
Weil beide nicht nur alkoholisiert waren, sondern laut Gutachter auch an einer erheblichen Persönlichkeitsstörung litten, wurde ihnen verminderte Schuldfähigkeit zugebilligt. Nur deshalb kamen sie an einer lebenslangen Freiheitsstrafe vorbei. Das Gericht ordnete neben der Strafe die Unterbringung in einer Entziehungsanstalt an. Der Vorsitzende Richter Tiemann betonte: “Das ist die einzige Möglichkeit, dass aus ihnen noch etwas Vernünftiges werden könnte - andernfalls wäre da nichts.”
Erschienen 20. April 2007 auf http://www.strafblog.de.
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