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20.10.2005 Ideal einer Erziehung ohne Gewalt setzt sich durch

am 20.10.2005 von http://www.bmj.de

Das Gesetz zur Ächtung von Gewalt in der Erziehung hat bereits
fünf Jahre nach seinem Inkrafttreten zu einem Bewusstseinswandel
in der Bevölkerung geführt. So lautet die positive Bilanz, die
Bundesjustizministerin Brigitte Zypries heute bei der
Europäischen Fachtagung „Gewaltfreie Erziehung“ vor
Wissenschaftlern, Praktikern und Experten gezogen hat. Das Recht
des Kindes auf gewaltfreie Erziehung wurde im November 2000 im
Bürgerlichen Gesetzbuch verankert und damit jede Art körperlicher
oder seelischer Gewalt gegenüber Kindern verboten. „Unsere
Gesellschaft muss alles dafür tun, dass Kinder in Liebe und
Fürsorge aufwachsen können. Schläge und Ohrfeigen in der
Erziehung zerstören das Urvertrauen eines Menschen schon zu
Beginn seines Lebens. Ich bin daher sehr froh, dass sich das
Ideal einer gewaltfreien Erziehung in der Praxis immer weiter
durchsetzt“, sagte Bundesjustizministerin Brigitte Zypries.


Bei der Tagung stellte Bundesjustizministerium Zypries eine
aktuelle Studie vor, die Prof. Dr. Kai-D. Bussmann im Auftrag des
Ministeriums durchgeführt hat. Dafür wurden Eltern, Kinder,
Jugendliche und Mitarbeiter von Beratungseinrichtungen befragt.
Demnach deckt sich die Erziehungseinstellung der Eltern immer
mehr mit dem dort verankerten gesetzlichen Leitbild. So halten
Eltern, die das Gewaltverbot kennen, die gewaltfreie Erziehung
heute zu 95% für ein erstrebenswertes Ideal. Sie sind zunehmend
davon überzeugt, dass sie mit Körperstrafen ihren Kindern ein
falsches Verhalten beibringen und die Persönlichkeit des Kindes
missachten. „Vergleicht man die erzieherische Einstellung
zu Körperstrafen und das Rechtsbewusstsein der Eltern im Laufe

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