Siemens Kartellstrafe: EU brummt Siemens Rekord-Kartellstrafe auf
Handakte WebLAWg | 24. Januar 2007 — Einen Tag vor der Hauptversammlung gibt es eine neue Hiobsbotschaft für Siemens: Der Elektrokonzern muss wegen illegaler Prei…
Eine frühere Siemens-Managerin hat den Elektrokonzern wegen Mobbings auf rund zwei Millionen Euro Schadenersatz verklagt. Die 45 Jahre alte Betriebswirtin reagiert damit auf ihre Kündigung wegen angeblicher Verharmlosung des Holocausts. Eine entsprechende Kündigungsschutzklage hat das Arbeitsgericht Nürnberg am 20.01.2010 auf den 17.03.2010 vertagt.
Die Anwälte der afghanischstämmigen Managerin sprechen von einer der größten Summen, die jemals in einem Mobbing-Prozess in Deutschland eingeklagt wurde.
Die Einkäuferin hatte sich nach ihren Angaben als Frau und Ausländerin von ihren Vorgesetzten diskriminiert gefühlt. Als sie sich darüber bei Siemens-Chef Peter Löscher in mehreren E-Mails beklagte und ihr Leid mit dem der Juden während der Nazi-Diktatur verglich, kündigte ihr der Konzern. In einer der E-Mails stand nach Angaben ihrer Anwälte unter anderem der Satz: «Ich darf Ihnen heute schriftlich bestätigen, dass kein Jude in diesem Land solche seelischen Qualen erleiden musste wie ich.»
Die Siemens-Führung wertete diese Äußerung als Verharmlosung des Holocausts.
Die Einkaufsmanagerin sagte am 20.01.2010, dass die Äußerung sicher «starker Tobak» gewesen sei. Allerdings müsse man auch ihre siebenjährige Leidenszeit berücksichtigen. Sie habe sich schon bald nach ihrer Einstellung als Ausländerin diskriminiert gefühlt. So sei sie täglich beim Betreten und Verlassen des Nürnberger Firmengeländes kontrolliert worden, andere Mitarbeiter nur ganz selten. Kollegen hätten in ihrem Beisein Männerwitze erzählt und sie als «Dreck» und «Araberin» beschimpft.
Nach der Geburt ihres vierten Kindes sei ihr nahegelegt worden, das Unternehmen zu verlassen. Als sie sich geweigert habe, habe man sie in ein Einzelbüro fast ohne Kollegenkontakt gesteckt und später mit fachfremden Schulungsaufgaben beschäftigt. «Das war eine Verfolgsjagd gegen mich, deren Systematik ich erst später erkannt habe», sagte die frühere afghanische TV-Journalistin, die wegen politischer Ver…
Bitte beachten Sie: Dieser Artikel ist nicht mehr im Original verfügbar.Erschienen 21. Januar 2010 auf http://richter-ballmann.info.
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