17 Verrisse
Die amüsanteste Form der Buchkritik ist der gnadenlose Verriss. Wer sich für 2,90 Euro heute die F.A.S. kauft, bekommt davon
reichlich: “17 gute Bücher, die wir hassen“
Der “Steppenwolf” von Hesse, z.B.:
“Ein peinliches Künstlerdrama, sonst nichts!” (Julia Encke)
“Schöne neue Welt” von Huxley:
“Klassiker der neuzeitlichen Zivilisationsmiesepeterei” (Dietmar Dath)
“Wälsungenblut” von Thomas Mann:
“Alles, was die Deutschen an Thomas Mann lieben, finden sie in Thomas Manns Erzählung ‘Wälsungenblut’: Worte wie ‘durchaus’,
‘beständig’, dergestalt’, psychologisierenden Kitsch, halbgedachte Gedanken über das große Ganze, unendlich lange, zwanghafte
Beschreibungen von Kleidern, Möbelstücken, Physiognomien, fast gar keine Handlung, sehr viel Richard Wagner - und ein paar
überhebliche reiche Juden, die in die deutsche Gesellschaft drängen, finanziell und sexuell.” (Maxim Biller)
Bernhard Schlinks “Vorleser”:
“Ein Buch wie eine Kotztüte. Man weiß, was kommt.” (Patrick Bahners)
Der gute kriegt für seine
“Vermessung” auch sein Fett weg, allerdings in Maßen: “Nicht sehr interessant” sei der…
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