Tödlichen Gütern auf der Spur
Menschenrechte | 24. Januar 2005 — Die Wege von Waffen und Munition lassen sich derzeit kaum verfolgen. Die bestehenden staatlichen Regelungen sind unzureichend. Exp…
Der Dalai Lama, Desmond Tutu, amnesty international und zwölf weitere Friedensnobelpreisträger haben die internationale Staatengemeinschaft aufgefordert, am kommenden Donnerstag in der UN-Generalversammlung mit ihrer Stimme den Weg für ein globales Übereinkommen zur Kontrolle des Handels mit konventionellen Rüstungsgütern freizumachen. Die Preisträger wandten sich heute in einem entsprechenden offenen Brief an die Regierungen in der UNO. Die Abstimmung gilt als wegweisend für die weitere internationale Regulierung der Rüstungskontrolle. Über 100 Regierungen haben bereits angekündigt, mit Ja zu stimmen - darunter auch Deutschland. Damit wäre eine Mehrheit in der Generalversammlung erreicht. Sollte die Resolution angenommen werden, könnten schon bald konkrete Verhandlungen für ein verbindliches Waffenhandelsabkommen unter dem Dach der Vereinten Nationen beginnen. Dies wäre ein entscheidender Schritt, um die erschreckenden Lücken und Schlupflöcher bei der Regulierung weltweiter Rüstungstransfers endlich zu schließen. Nur so kann verhindert werden, dass weiterhin Rüstungsgüter in großem Umfang zu Kriegsverbrechen und Menschenrechtsverletzungen eingesetzt werden. Mathias John, Rüstungsexperte von amnesty international Deutschland: "Wir sind überzeugt, dass die Zeit für ein internationales Waffenhandelsabkommen reif ist. Die Staatengemeinschaft steht vor einer historischen Entscheidung: Es liegt in ihrer Hand, künftig Rüstungsgeschäfte zu unterbinden, die zu Mord, Vergewaltigung und Vertreibung führen." Paul Bendix, Geschäftsführer von Oxfam Deutschland: "Nichtregierungsorganisationen fordern das Waffenhandelsabkommen schon seit Jahren. Die UN-Generalversammlung muss morgen ein eindeutiges Votum treffen, damit der Prozess hin zu wirksamen Rüstungskontrollen unumkehrbar wird." Folgende fünfzehn Friedens-Nobelp…
» Vollständiger ArtikelErschienen 25. Oktober 2006 auf http://menschenrechte.blogg.de/.
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