13 Jahre und 6 Monate für

Bei BILD.de ist nachzulesen, dass der sogenannte "Fleischwolfmörder" vom Landgericht Ingolstadt wegen Mordes zu einer zeitigen Freiheitsstrafe von 13 Jahren und 6 Monaten verurteilt worden ist. In der Urteilsbegründung habe der Vorsitzende Richter ausgeführt, Peter H. (22) sei nur "mit Mühe und Not" an einer lebenslangen Freiheitsstrafe vorbei gekommen. Der Angeklagte hatte mit dem wesentlich älteren Tatopfer Manfred Graf von L. zusammen gelebt. Die beiden hatten eine sexuelle Beziehung unterhalten. Peter H. hatte sich von seinem Freund trennen wollen, von dem er oft beschimpft und geschlagen worden sei. Auch habe der Mann ihn isoliert, massiv sexuell genötigt und mit äußerster Gewalt bedroht. Peter H. (22) hatte seinem Geliebten im Mai 2005 mit Axthieben den Schädel gespalten, mit Messern auf ihn eingestochen. Dann zerlegte er die Leiche, drehte sie durch den Fleischwolf, spülte Teile in die Toilette. Die Schwurgerichtskammer, so der Vorsitzende, habe aufgrund der Zwangslage, in welcher der Angeklagte sich befunden habe, in Anlehnung an die Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs trotz des Mordmerkmals der "Heimtücke" von der Verhängung der für Mord als Regelstrafe vorgesehenen lebenslangen Freiheitsstrafe abgesehen. Falls das Urteil rechtskräftig wird, hat der Mann die Chance, nach 2/3 der Strafe, also nach 9 Jahren, freizukommen. Eine Verurteilung zu "lebenslänglich" würde mindestens 15 Jahre Strafvollzug bedeuten. Autor: RA Rainer Pohlen BILD-Artikel Kanzlei POHLEN + MEISTER

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Themen: Graf , Tatopfer

Erschienen 27. Januar 2006 auf http://www.strafblog.de.

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