Das Schwätzchen zum Jahrestag :-), oder: Man lernt nie aus
Heymanns Strafrecht Online Blog | 18. Mai 2010 — Ich hatte ja gerade schon gepostet, dass ich mir zur Feier des Tages heute auch mal ein Schwätzchen erlaube. Eingehen will ic…
Man wird alt. Nicht nur, daß das Lebensalter bei mir seit zwei Wochen mit einer Drei beginnt. Nicht nur, daß sich hier und da ganz verschämt die ersten silbrigen Schimmer im Haar zeigen. Einen Tag vor Heiligabend wurde ich daran erinnert, daß das Ende der Schulzeit inzwischen auch schon zehneinhalb Jahre zurückliegt - zum ersten Mal stand nun ein Klassentreffen an. Von den knapp 60 Stufenkameraden waren rund 50 da; ein guter Schnitt. Was auch für mich, der sich in so großen Gruppen nicht so wohl fühlt wie unter 15 oder 20 Leuten, eine gute Sache war. Nicht wenige hatte ich nämlich seit der Abschlußfeier nicht mehr gesehen. Allzu große Veränderungen sind mit den meisten äußerlich nicht vorgegangen; die (Vor-)Namen waren mir immer noch geläufig, nur ganz selten brauchte ich etwas länger, um ein Gesicht zuordnen zu können. Im übrigen beobachtet man da und dort schon ein kleines Wohlstandsbäuchlein und bei dem einigen Herren lichtet sich das Kopfhaar bereits bedenklich. Nicht wenige hat es inzwischen recht weit weg getrieben, buchstäblich von München bis Hamburg. Gegen das Geburtendefizit ist schließlich auch schon etwas getan worden. Interessant zu beobachten: Die alten Cliquen und Grüppchen funktionieren auch nach zehn Jahren mehr oder weniger starker Unterbrechung immer noch sehr gut, denn sehr schnell saßen die üblichen Verdächtigen wieder beisammen. Das war vermutlich uvermeidlich, aber gleichzeitig auch schade, weil es einen darüber hinaus reichenden Austausch über die Erfahrungen und Erlebnisse der letzten Jahre nicht unbedingt förderte. Die Luft war nach einer knappen Stunde unangenehm verqualmt. Bedauerlicherweise war auch eine ganze Menge von denjenigen, mit denen ich früher näher zu tun hatte - und die ich gerne wiedergesehen hätte -, nicht mit dabei. Durch die Räumlichkeit bedingt war es auch mit dem Fotografieren nicht ganz so einfach, wenn man - wie ich - Aufnahmen der Art “dreht Euch mal her und sagt ”cheese" tunlichst vermeidet. Schade drum - aber man kann eben nicht alles haben. Auch wenn ich mich recht bald verabschiedet habe: Schön war’s, alle einmal wiederzusehen. Mal sehen, ob es in 10 oder 15 Jahren - dann sozusagen zum “Silbernen Abitur” - wieder so ein Treffen geben wird. Ich schätze, daß das dann wesentlich interessanter wird. Und noch einmal ein Dank an die beiden Organisatorinnen, die teilweise richtiggehende Detektivarbeit leisten mußten, um alle zu erreichen. Zumindest Kontakt zu allen haben sie in der Tat herstellen können - und das ist nicht selbstverständlich.
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