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Woran man einen lügenden Zeugen erkennt
20. Juni 2011 — In meiner anwaltlichen Tätigkeit richten sich mir bei gewissen Verhaltensweisen von Zeugen die
Nackenhärchen auf, weil erfahrungsgemäß eine Aussage folgt, die allenfalls entfernt mit der Wahrheit zu tun hat. Ein häufiges
Erkennungszeichen: Das Zeuge bekräftigt vor seiner Aussage wiederholt, daß er niemals lügen würde, da dieses sein Gewisse…
Diskussion: kanzlei-hoenig.de
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Wie man sich bei Gericht nicht verhalten sollte
8. Februar 2012 — Vor einiger Zeit verzögerte sich die Strafverhandlung meines Mandanten deutlich, so daß ich als
„Öffentlichkeit“ der davor verhandelten Strafsache beiwohnte. Der dortige Angeklagte war bemüht, sich in langen Ausführungen als
absolut friedfertige Person darzustellen, die „keiner Spinne etwas antun“ würde. Überhaupt stelle er geradezu ein Mu…
Diskussion: Anwalt & Strafverteidiger Blog
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Wie man sich bei Gericht unbeliebt macht
14. Mai 2012 — Der Beklagte erwies sich als uneinsichtig. Das Gericht teilte zu seinem ersichtlichen Erstaunen seine
eher abwegige Rechtsauffassung nicht und war bemüht, ihm mit einer Engelsgeduld nahezubringen, wie die Sache nach dem Gesetz zu
beurteilen ist. Dieses veranlaßte den Beklagten zu der Bemerkung, daß die Richterin ganz ersichtlich die Sachlage…
Diskussion: De lege lata
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Referendar mit Rückgrat
27. Juli 2011 — Eine Strafsache vor einem auswärtigen Amtsgericht: Sitzungsvertreter der Staatsanwaltschaft war ein
Referendar, der nach der Beweisaufnahme zunächst noch die Auffassung vertrat, daß sich mein Mandant zwar nicht nach der einen,
wohl aber nach der anderen Vorschrift strafbar gemacht habe. Ich hielt einen Freispruch für geboten. Nach einem …
Diskussion: Anwalt & Strafverteidiger Blog
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Sie schreiben das auf? Dann habe ich das nicht gesagt!
28. Juni 2011 — Bei Gericht mußte ich heute in einer Zivilsache einiges an mitbringen. Als mein Termin aufgerufen werden sollte, war noch nicht einmal die
vorher terminierte Sache aufgerufen worden. Insgesamt ergab sich letztlich eine Verspätung von fast einer Stunde, wobei die
Kollegen vor mir nicht eben dazu beitrugen, die vorhandene Verspätung auf…
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“Sie haben mir nicht zu sagen wie ich zu ermitteln habe!”
27. Februar 2012 — Ich vertrete eine Mandantin in einer Strafsache. Die Mandantin hatte einen Anhörungsbogen von einer
auswärtigen Polizeidienststelle erhalten und zog es vor, sich anwaltlich vertreten zu lassen. Also beantragte ich wie üblich
Akteneinsicht und wies darauf hin, daß meine Mandantin gegenüber der Polizei keine Angaben tätigen wird, um gegebenenf…
Diskussion: Mit Fug und Recht
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Szenen aus dem Gerichtssaal XV – Gericht knackt Handy
20. September 2011 — Das erlebt man auch nicht alle Tage: Der Angeklagte hatte (unstreitig) mit seinem ein Video angefertigt. Das Video sollte nun
im Gerichtssaal in Augenschein genommen werden. Die Richterin teilte leicht konsterniert mit, daß die gerichtseigenen PCs (wieder
einmal) nicht in der Lage seien, das Video abzuspielen, so daß sie kurze…
Diskussion: Heymanns Strafrecht Online Blog
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Was auch immer es war: Bezahlen Sie es endlich!
9. August 2011 — Kurios: Die Mandantin erhielt Post von einem Inkassounternehmen. Hintergrund sollte eine Bestellung bei
einem großen Versandhaus sein. Der Warenwert habe 5,99 € betragen. Durch Mahnkosten sowie die Inkassotätigkeit belaufe sich die
Forderung mittlerweile auf fast 50,- €. Die Mandantin erinnerte sich allerdings an keine solche Bestellung, wan…
Diskussion: Anwalt &
Strafverteidiger Blog
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Die bedrohliche Aura des Anwaltes
1. August 2011 — Ein Anrufer möchte eine - natürlich kostenlose - Beratung, schließlich habe er nur eine ganz kurze
Frage. Er sei zur Abgabe einer Erklärung genötigt worden und wolle nun wissen, ob er aus dieser Erklärung wieder herauskomme.
Eine aufgrund einer Nötigung abgegebene Erklärung sei doch wohl nicht bindend. Die Nötigung habe darin bestanden, da…
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Sie lügen doch!
22. Februar 2012 — In einem hatte mein Mandant den Vorwurf (Benutzung eines Mobiltelefons während der Fahrt)
entschieden von sich gewiesen und mit Lichtbildern aufgezeigt, welches andere Gerät er tatsächlich in der Hand gehalten hatte.
Die Reaktion der Bußgeldstelle erfolgte prompt: “Die Einlassung Ihres Mandanten wird als Schutzbehauptung…
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Wenn anwaltlicher Rat bitter nötig ist
20. Juli 2011 — Der Kläger forderte von dem Beklagten die Zahlung eines knapp unter 1.000,- € liegenden Betrages. Der –
juristisch wohl eher unkundige – Beklagte hielt es ersichtlich für eine gute Idee, sich in dem Klageverfahren selbst zu
vertreten. In der Klageerwiderung führte er dann aus, daß er mit dem Kläger selbst keinen Vertrag geschlossen habe, so…
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„Anmache wider Willen“ strafbar?
29. September 2011 — Es gibt Anklageschriften, bei denen man sich fragt, ob der Verfasser diese tatsächlich ernst meint.
Der Beschuldigte war auf der Suche nach einer Beziehung zu einer Person des anderen Geschlechts, hatte dabei allerdings einen
fragwürdigen Ansatz gewählt. So sprach er auf offener Straße Frauen an und fragte sie, ob sie „unverheiratet“ bzw. „a…
Diskussion: De lege lata
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Plötzlicher Meinungsumschwung im Gerichtssaal
3. August 2011 — Da behaupte noch einer, im Zivilrecht würde ohnehin alles über Schriftsätze geklärt werden und der
mündlichen Verhandlung käme kaum eine Bedeutung zu. Im ersten Termin hatte das Gericht die Auffassung vertreten, daß dem Gegner
zumindest dem Grunde nach der geltend gemachte Anspruch zustand. Das Gericht habe sich allerdings mit der Rechtsla…
Diskussion: Anwalt & Strafverteidiger
Blog
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Sätze, die man nicht hören möchte
3. Mai 2012 — Der Sachverständige hatte einen auswärtigen Ortstermin anberaumt, um einen Unfall nachzustellen. Die
Beteiligten hatten sich weisungsgemäß vor Ort eingefunden. Die Unfallfahrzeuge waren ebenfalls vor Ort. Allein der
Sachverständige ließ auf sich warten. Als er gut 10 Minuten überfällig war, rief ich ihn an und erkundigte mich, ob er sich auf…
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Entschuldigen Sie, ich habe Hunger
7. Februar 2012 — Von Strafsachen ist man es als Anwalt bereits gewohnt, daß dort erhebliche Wartezeiten entstehen
können. Bisweilen liegt dieses an nicht erscheinenden Zeugen, die dann vorgeführt werden sollen, oder daran, daß der Angeklagte
zuvor zur Sache geschwiegen hatte und in der Hauptverhandlung dann umfassende Ausführungen tätigt. Die nachfolgenden S…
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Das soll Strafvereitelung sein?
28. Juli 2011 — Mein Mandant erlitt einen Verkehrsunfall. Aus dem gegnerischen Fahrzeug stieg auf der Fahrerseite ein
junger Mann aus, auf der Beifahrerseite eine ältere Frau. Die Frau wies unseren Mandanten darauf hin, daß er keinesfalls die
Polizei rufen dürfe, da ihr Enkel noch in der Probezeit sei. Um später keine Schwierigkeiten bei der Schadensregul…
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Humorige Berufungsbegründung
17. November 2011 — Es ist durchaus angenehm, es mit Kollegen zu tun zu haben, die zum Lachen nicht in den Keller gehen.
Kürzlich lag mir eine Berufungsbegründung in einem Rechtsstreit vor, in dem es aufgrund von Straßenschäden zu einem Kfz-Schaden
gekommen war. Die schadhafte Straße lag in der Gemeinde Krummhörn. In der Berufungsbegründung, die der Kollege fü…
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So haben wir nicht gewettet!
27. September 2011 — Der Gegner, ein Steuerberater, weigerte sich standhaft, meinem Mandanten gehörende Unterlagen
herauszugeben. Meinem Mandanten hielt er entgegen, daß er die Unterlagen eher verbrennen als sie an ihn herausgeben werde. Ein
anwaltliches Aufforderungsschreiben ließ er unbeantwortet. Also erhob ich Herausgabeklage. Auf den Erhalt der Klage hin …
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Ach kommen Sie, wollen Sie wirklich keinen Vergleich?
4. Juli 2011 — Für den Mandanten hatten wir Klage auf Zahlung eingereicht. Mittlerweile hat das zuständige Amsgericht
den Gegner zur vollständigen Zahlung verurteilt. Das Urteil ist nicht berufungsfähig. Dieses ignorierend/übersehend übersandte
die – zweifellos zahlungsfähige – Gegenseite jetzt ein längeres Vergleichsangebot… Nein, werte Kollegen, das In…
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Was nichts kostet, das taugt auch nichts
11. Januar 2012 — Der Kollege Hönig beklagt sich hier unter anderem darüber, daß sich manche Strafrechtler mit einer
Materie herumschlagen, die „viele von ihnen nur begrenzt verstehen“. Die ist von Kriminalität, die über das Internet begangen wird und hierauf aufbaut. Wer einen geradezu
gemeingefährlich klingenden Begriff verwenden möchte, der nennt es…
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Szenen aus dem Gerichtssaal XIV
6. September 2011 — Vor dem Landgericht besteht in Zivilsachen bekanntlich Anwaltszwang. Die nicht anwaltlich vertretene
Partei kann sich also nicht selbst vertreten. In einem Verfahren mit ansehnlichem Streitwert hatte der Beklagte über seinen
Rechtsanwalt zwar eine Klageerwiderung verfaßt, die aber eher Fragezeichen aufwarf, da die Einwände nicht geeignet w…
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„Die bestreiten auch, daß Wasser naß ist“
22. Juni 2011 — Mit diesen Worten beschrieb ein Richter einmal das Verhalten eines Versicherers, der sich in
Klageverfahren dadurch auszeichnete, regelmäßig – unabhängig von der Bedeutung für das Verfahren – ALLES zu bestreiten, was sich
nur irgendwie bestreiten ließ. In einem aktuellen Klageverfahren agiert der beklagte Versicherer entweder ebenso oder dor…
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Vollzugsbeamter in der Kanzlei
18. Januar 2012 — Sachen gibt es: Neulich stand ein Mann mit Aktentasche am Empfang der Kanzlei und sah sich suchend um.
Ich erkundigte mich, ob ich ihm behilflich sein kann, worauf er mit der forschen Frage reagierte, ob denn wohl die Mandantin XY
hier in der Kanzlei sei. Auf Nachfrage, wer er denn überhaupt ist, teilte er mir mit, daß er Vollzugsbeamter des…
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Szenen aus dem Gerichtssaal XVI
12. Oktober 2011 — In einer Strafsache wurde einer der Angeklagten in der Hauptverhandlung gefragt, woher denn die
Geldscheine von über 2.000,- € stammten. Antwort des Angeklagten: „Die haben wir zufällig gefunden.“ Auf erneute Nachfrage des
Gerichts stellte der Angeklagte dann klar, mit einer Brechstange in das in der Anklageschrift bezeichnete Wohnhaus…
Diskussion: Kanzleien im Internet
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“Doch, das ist Ihr Mandant!”
8. Mai 2012 — Ein Schreiben des AG
landete auf meinem Schreibtisch. Das Gericht erinnerte in einer Strafsache an die Erledigung einer gerichtlichen Verfügung. Ich
wurde namentlich und unter Angabe meines (vermeintlichen) Aktenzeichens angeschrieben. Irritierend: Das Aktenzeichen war hier
zwar vergeben, bezog sich aber auf keine Strafsache. Ein St…