• Wenn das die RichterInnen von morgen sind …

      Wenn Alice Schwarzer einen juristisch angehauchten Vortrag zum Thema „(Sexual)Gewalt gegen Frauen und Recht“ an der Universität Köln hält, darf man wohl nicht allzu viel erwarten. Oder: Man muss sich auf einiges gefasst machen. Und so referierte sie auf Einladung der Kölner Strafrechtsprofessorin Elisa Hoven munter über eine „Männerjustiz“ und Vergewaltigung als heute angeblich ...

      Mirko Laudon/ Strafaktein Strafrecht- 1146 Leser -
    • Die badische Aktenheftung

      Ein kleines badisches Dorf, etwa einzugrenzen auf den Oberlandesgerichtsbezirk Karlsruhe,1 hält es tatsächlich immer noch für sinnvoll, seine Strafakten auf eine Aktenschnur einzufädeln. Dieses Prozedere wird als Badische Aktenheftung bezeichnet und geht auf deren Aktenordnung zurück, die dort seit Jahrhunderten (zumindest seit 1801) so praktiziert wird.

      Mirko Laudon/ Strafakte- 923 Leser -
    • LenaLeaks: Wer hat strafrechtlich was zu befürchten?

      Man kommt um die Erpressung von Lena Meyer-Landrut mit Nacktfotos in den letzten Tagen einfach nicht herum – die Medien sind voll mit dem Thema. Es stellt sich die Frage, was schlimmer ist: die Veröffentlichung der Fotos in irgendwelchen Internetforen oder der Medienhype darum. „Bild plus“ verkauft mit Sicherheit jede Menge ihrer Abos mit den News, die keine sind, denn genaues weiß man nicht.

      Mirko Laudon/ Strafaktein Strafrecht- 5671 Leser -
  • Klickbetrug unter Kollegen oder schlaflos in München?

    Viele Strafverteidiger werben für ihre Dienstleistung mit Google AdWords – und auch das Schlagwort „Klickbetrug“ dürfte den Kollegen ein Begriff sein. Klickbetrug (eng. „Click Fraud“) meint das gezielte Anklicken der AdWords-Anzeigen von Mitbewerbern, um deren Werbebudget „aufzubrauchen“ und dadurch zu erreichen, dass die entsprechenden Anzeigen nicht mehr in den Suchergebnissen angezeigt werden.

    Mirko Laudon/ Strafakte- 577 Leser -
  • Fristverlängerung muss schon sein

    Strafverteidiger dürfen sich gegenüber anderen Rechtsanwälten glücklich schätzen: Es gibt nur wenige Fristen, die eingehalten werden müssen und nicht zu verlängern sind – allen voran die Revisionsbegründungsfrist. Ein äußerst beliebter Fehler, vor allem von Zivilrechtlern. Auch die Rechtsmittelfristen, etwa Berufung und Revision sind einzuhalten, wobei grundsätzlich eine Wieder ...

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  • Der beste Strafverteidiger

    Hin und wieder fragen Mandanten, ob ich der beste Strafverteidiger sei. Diese Frage ist allzu verständlich, geht es schließlich meist für die Mandanten um viel. Gern hätten sie für ihren eher kleinen Betrug ein ganz großes Kaliber an der Seite, am liebsten einen der hanseatischen „Star-Verteidiger“ – unwissend, dass deren Honorar die Betrugssumme um ein Vielfaches übersteigen würde.

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  • Vermögensbetreuungspflicht des Arztes gegenüber der Krankenkasse

    Ein Arzt der Leistungen in dem Wissen verordnet, dass sie gar nicht erbracht werden, macht sich der Untreue strafbar. Den Vertragsarzt einer Krankenkasse trifft dieser gegenüber nämlich eine Vermögensbetreuungspflicht im Sinne des § 266 Abs. 1 StGB, die ihm gebietet, Heilmittel nicht ohne medizinische Indikation in der Kenntnis zu verordnen, dass die verordneten Leistungen nich ...

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  • Freiheitsberaubung durch Nachsitzen im Unterricht und dessen Sozialadäquanz

    Darf heute ein Lehrer Schüler noch „nachsitzen“ lassen? Wo hört zulässige Disziplinierung auf und wo fängt Freiheitsberaubung an? Das sind eigentlich Fragen, die in einer wissenschaftlichen Auseinandersetzung geklärt werden sollten und nicht vor Gericht. Lehrer muss sich wegen Freiheitsberaubung vor Gericht verantworten Dennoch hatte sich im vergangen Jahr ein Musiklehrer eine ...

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  • Revision: Gina-Lisa Lohfink schlecht beraten?

    Vorsicht mit der Sprungrevision! – höre ich schon die Warnung aus dem Munde berufener Strafjuristen. Strafverteidiger wissen das und greifen wohl eher zum Rechtsmittel der Berufung. Und so war auch die Sprungrevision von Gina-Lisa Lohfink nur im Strafmaß, also hinsichtlich der Tagessatzhöhe erfolgreich.

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  • „Kann es sein, dass Sie einen auf Gina-Lisa machen?“

    Wenn die Staatsanwältin in der Hauptverhandlung fragt: „Kann es sein, dass Sie einen auf Gina-Lisa machen?“, dann muss vorher schon einiges passiert sein. Edona James, eine Ex-Darstellerin bei „Promi“-Big Brother, Adam sucht Eva und just am letzten Samstag bei DSDS (Thomas Fischer würde ihren Beruf wohl als „Vorzeigen-von-dicken-Silikonbrüsten“ beschreiben) stand in München vor Gericht.

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  • Freispruch vom Sofa-Richter – Televoting im Strafrecht

    Spätestens seit den hitzigen Debatten nach dem TV-Voting über den Ausgang von Ferdinand von Schirachs Stück „Terror“ zeigt sich: Das Strafrecht ist eine komplexe Materie, die sich eben nicht auf eine „schuldig“ oder „unschuldig“-Abstimmung herunterbrechen lässt. von Schirachs „Terror“ in stylischem Ambiente eines fiktiven Gerichtssaals Foto: ARD Degeto/RBB/Julia Terjung Nach ...

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  • Abschreckende Wirkung von hohen Strafen?

    Regelmäßig zeigt sich die öffentliche „Volksseele“ entsetzt über vermeintlich zu lasche Strafen vor Gericht. Insbesondere bei jugendlichen Tätern wird dabei verkannt, dass die Anwendung des Jugendstrafrechts gemäß § 2 JGG erneuten Straftaten eines Jugendlichen entgegenwirken soll und die Rechtsfolgen deshalb ausschließlich am Erziehungsgedanken auszurichten sind.

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  • Beiseiteschaffen im Sinne der Bankrottvorschriften

    Die §§ 283 ff. StGB sanktionieren vorsätzliches Fehlverhalten während einer unternehmerischen Krise, wobei Abs. 1 Nr. 1 die Vermögensbestandteile des Unternehmens schützt, die im Fall der Insolvenzeröffnung zur Insolvenzmasse (§ 35 InsO) gehören. Rechtsgut ist somit der Schutz der Insolvenzmasse vor einer unwirtschaftlichen Verringerung, Verheimlichung und ungerechter Verteilun ...

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  • Burhoff: Strafrechtliche Handbücher

    Wer als junger Rechtsanwalt in den Beruf startet und sich auch oder sogar ausschließlich mit dem Strafrecht beschäftigt, stößt meist schnell auf Probleme: Die Ausbildung hat einen – bis auf wenige Ausnahmen – nur völlig unzureichend auf die praktische Tätigkeit vorbereitet. Zwar ist man in der Regel ausgesprochen gut im materiellem Strafrecht beschlagen und kennt zu einem Probl ...

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  • Sex, Lügen und Video

    Der Fall, den das Landgericht Berlin aktuell verhandelte, ist so abstrus, dass er eigentlich nur aus einem Film stammen könnte. Der 48-Jährige Abdallah F. musste sich vor Gericht wegen schwerer Vergewaltigung an der 31-jährigen Mara A. verantworten. Am 4. August 2015 soll er sie in seine Wohnung eingeladen und dort dann unter anderem mit einem 30 Zentimeter langen Fleischermess ...

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Strafakte

Juristisches Weblog aus Hamburg mit Nachrichten, Einblicken und Ansichten zum Strafrecht und Strafprozessrecht.

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