Kanzlei und Recht - Artikel vom Januar 2012

  • Vorhersehung?

    Ob der Amtsrichter über übernatürliche Kräfte verfügt? In einer Strafsache war nach Aktenlage nicht zu erwarten, daß der Angeklagte ein Geständnis ablegen würde. Das Gericht hatte immerhin fünf Zeugen geladen, die Aussagen zu dem Ablauf einer Körperverletzung tätigen sollten. Ich hatte mir im Kalender vorsorglich zwei Stunden reserviert.

    Kanzlei und Rechtin Strafrecht- 234 Leser -
  • Der Schuß ging nach hinten los…

    Eigentlich ein einfacher Verkehrsunfall: Der Versicherer des Verursachers hat unstreitig für den entstandenen Schaden aufzukommen. Der Schaden am Fahrzeug ist auch bereits nach einem von dem Kläger eingereichten Kostenvoranschlag bezahlt worden. Streit gab es erst beim Schmerzensgeld. So berief sich der Versicherer darauf, daß die behaupteten Verletzungen nicht durch den Unfall ...

    Kanzlei und Rechtin Verkehrsrecht- 447 Leser -
  • Belastungstendenz?

    An dieser Stelle wird von einem Fall berichtet, in dem die Ermittlungsbehörden sich auf (vermeintlich) belastende Umstände konzentriert haben, um dann schließlich Anklage zu erheben, ohne die von dem Beschuldigten benannten Zeugen zu befragen und die eingereichten Lichtbilder eines näheren Blickes zu würdigen.

    Kanzlei und Rechtin Strafrecht- 2 Leser -
  • (Selbst-)Beweihräucherung

    Wenn ein Richter nach Eröffnung einer Verhandlung, an mich gerichtet, (ernst gemeint!) ausführt „Ich bin jetzt nicht so gut vorbereitet, abe ...

    Kanzlei und Recht- 6 Leser -
  • Und gleich noch ein Fehlschuß!

    Ich darf in einem Klageverfahren die Beklagten vertreten, von denen nach einem Verkehrsunfall Schmerzensgeld gefordert wird. Wie schon in dem gestern erst geschilderten Fall wird der Kläger an diesem Verfahren vermutlich wenig Freude haben. Auch hier verlangt der Kläger Schmerzensgeld, wobei die Beklagten bestreiten, daß sich der Kläger im Zuge des Unfalles überhaupt verletzt hat.

    Kanzlei und Rechtin Verkehrsrecht- 313 Leser -
  • Null Bock

    Die Mandanten erheben Ansprüche gegen den anwaltlich vertretenen Gegner. Also habe ich den Gegner über dessen Rechtsanwalt aufgefordert, die Ansprüche zu erfüllen. Nun rief in meiner Abwesenheit der gegnerische Kollege an und ließ mir ausricht ...

    Kanzlei und Recht- 259 Leser -
  • Anzeigeerstatter lügen nicht – Wirklich!

    Kürzlich hatte ich von einem Strafverfahren berichtet, bei welchem die Anklage auf tönernen Füßen stand. Sie beruhte allein auf der Aussage der Anzeigeerstatterin, nachdem die Staatsanwaltschaft trotz erheblicher Widersprüche in der Aussage keinen Grund sah, ihr nicht zu folgen. Es sei kein Grund ersichtlich, aus dem heraus die Anzeigeerstatterin sich unwahr geäußert haben sollte.

    Kanzlei und Rechtin Strafrecht- 318 Leser -
  • Wie genau schauen Inkasso-Anwälte hin?

    Bisweilen fragt man sich, wie bemüht einige Inkasso-Anwälte wegschauen hinschauen, wenn es um die Begründetheit der geltend gemachten Forderungen geht. Zumindest auf dem Papier werden viele ganz genau hinschauen, denn sonst droht laut der Niedersächsischen Finanzgerichtsbarkeit die Gewerbesteuerpflicht, da eine „berufstypische anwaltliche Tätigkeit“ nur vorliegen soll, wenn je ...

    Kanzlei und Recht- 245 Leser -
  • Belastungstendenz?

    An dieser Stelle wird von einem Fall berichtet, in dem die Ermittlungsbehörden sich auf (vermeintlich) belastende Umstände konzentriert haben, um dann schließlich Anklage zu erheben, ohne die von dem Beschuldigten benannten Zeugen zu befragen und die eingereichten Lichtbilder eines näheren Blickes zu würdigen.

    Kanzlei und Rechtin Strafrecht- 94 Leser -
  • (Selbst-)Beweihräucherung

    Wenn ein Richter nach Eröffnung einer Verhandlung, an mich gerichtet, (ernst gemeint!) ausführt „Ich bin jetzt nicht so gut vorbereitet ...

    Kanzlei und Recht- 67 Leser -
  • Vollzugsbeamter in der Kanzlei

    Sachen gibt es: Neulich stand ein Mann mit Aktentasche am Empfang der Kanzlei und sah sich suchend um. Ich erkundigte mich, ob ich ihm behilflich sein kann, worauf er mit der forschen Frage reagierte, ob denn wohl die Mandantin XY hier in der Kanzlei sei. Auf Nachfrage, wer er denn überhaupt ist, teilte er mir mit, daß er Vollzugsbeamter des Landkreises sei.

    Kanzlei und Recht- 477 Leser -
  • Vorsicht: Feind hört mit…

    … oder ruft einfach selbst an. Man ist es ja bereits gewohnt, daß Personen, die noch gar keine Mandanten sind, anrufen, um sich „nur mal kurz beraten zu lassen“. Natürlich soll so eine Beratung dann nichts kosten, schließlich geschieht das Ganze „nur“ telefonisch. Neulich hat ein Anrufer dieses allerdings auf die Spitze getrieben: Er teilte mit, daß es um die Sache mit meinem ...

    Kanzlei und Recht- 332 Leser -
  • 90-jährige im Erotik-Kaufrausch?

    Die Mandantin soll über das Internet Erotik-Angebote wahrgenommen haben. Hierdurch sollen Kosten von immerhin knapp 2.000,- € entstanden sein. Die Mandantin ist indes 90 Jahre alt und bestreitet vehement, jemals solche Dienste in Anspruch genommen zu haben. Sie nutze das Internet auch gar nicht selbst.

    Kanzlei und Recht- 362 Leser -
  • Beschlagnahme von Spielzeug

    Ein aktuelles Verfahren erinnert mich gerade an ein Strafverfahren, das ich vor geraumer Zeit bearbeiten durfte. Die Mandantin wurde beschuldigt, ohne entsprechende Erlaubnis über eine scharfe Schußwaffe zu verfügen. Der Nachbar wollte durch das Küchenfenster genau gesehen haben, daß sie eine solche Waffe in der Hand hatte. Sie habe damit regelrecht herumgefuchtelt.

    Kanzlei und Recht- 66 Leser -
  • Wer hat denn das ausgeheckt?

    Eigentlich handelt es sich um einen alles andere als ungewöhnlichen Nachbarschaftsstreit – ja wäre da nicht die Klageerwiderung. Der anwaltlich vertretene Gegner erwidert auf meine Klage mit einem zahlreiche Seiten umfassenden Schriftsatz und weist darauf hin, daß die Entfernung der Hecke nicht verlangt werden könne.

    Kanzlei und Recht- 226 Leser -
  • Papier ist geduldig. Aber wenn man dann als Zeuge geladen wird…

    In zahlreichen Gerichtsverfahren spielen Arztberichte eine entscheidende Rolle. In einem Verfahren hatte das Gericht nun einen Arzt, der – von dem Versicherer beauftragt – einen mehrseitigen Bericht verfaßt hatte, als Zeugen geladen. Der Arzt geriet in der Beweisaufnahme ganz schön ins Schwitzen. Seine für den Kläger eher ungünstigen Angaben zu dem Ausmaß der Beeinträchtigunge ...

    Kanzlei und Recht- 317 Leser -
  • Betrugsmasche „Warenagent“

    In einem Internet-Chat nimmt Person A zu Person B Kontakt auf. Nach einiger Zeit des eher beiläufigen Kontakts berichtet A, daß sie B gerne treffen würde, aber derzeit im Ausland festsitzen würde. Sie komme eigentlich aus Deutschland und wolle gerne dahin zurück, allerdings fehle ihr das erforderliche Kleingeld.

    Kanzlei und Rechtin Strafrecht- 161 Leser -
  • Geld weg, Auto da, Auto weg, Geld wieder da und schon wieder weg

    Mandant erwirbt über ein Auktionsportal ein Kfz und holt dieses dann auch bei Berlin ab. Der – realistische – Kaufpreis wird bar übergeben. Bis dahin alles in Ordnung. Zuhause schaut sich der Mandant das Kfz genauer an. Die Fahrgestellnummer stimmt nicht mit den Papieren überein. Auch andere Merkmale passen irgendwie nicht zusammen, kurz das Kfz ist aus mehreren geklauten Teilen zusammenmontiert.

    Kanzlei und Recht- 45 Leser -
  • Geld weg, Auto da, Auto weg, Geld wieder da und schon wieder weg

    Mandant erwirbt über ein Auktionsportal ein Kfz und holt dieses dann auch bei Berlin ab. Der – realistische – Kaufpreis wird bar übergeben. Bis dahin alles in Ordnung. Zuhause schaut sich der Mandant das Kfz genauer an. Die Fahrgestellnummer stimmt nicht mit den Papieren überein. Auch andere Merkmale passen irgendwie nicht zusammen, kurz dass Kfz ist aus mehreren geklauten Teilen zusammenmontiert.

    Kanzlei und Recht- 154 Leser -
  • Handfeste Streitschlichtung

    Ein Beschuldigter äußert sich zu dem Vorwurf der Körperverletzung: „Ich wollte eigentlich gar keinen Streit, habe ihn dann aber am Schopf gepackt und seinen Kopf auf den Tresen geknallt.“ Vermutlich wollte der Gegner auch keinen Streit, mußte dann jedoch ü ...

    Kanzlei und Rechtin Strafrecht- 132 Leser -
  • Was nichts kostet, das taugt auch nichts

    Der Kollege Hönig beklagt sich hier unter anderem darüber, daß sich manche Strafrechtler mit einer Materie herumschlagen, die „viele von ihnen nur begrenzt verstehen“. Die Rede ist von Kriminalität, die über das Internet begangen wird und hierauf aufbaut. Wer einen geradezu gemeingefährlich klingenden Begriff verwenden möchte, der nennt es „Cybercrime“.

    Kanzlei und Rechtin Strafrecht- 573 Leser -

Kanzlei und Recht

- Erzählenswertes aus dem Blickwinkel einer Anwaltskanzlei -

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