Kanzlei und Recht - Artikel vom September 2011

  • Der Bezirksrevisor und die Terminsgebühr

    Die Gepflogenheiten im Umgang mit Verteidigern sind von Gericht zu Gericht unterschiedlich. Ob das regelmäßig an den Gerichten oder den dortigen Verteidigern liegt, vermag ich nicht zu beurteilen. Ich verteidigte jedenfalls vor einem auswärtigen Gericht und erzielte einen Freispruch für den Mandanten.

    Kanzlei und Rechtin Strafrecht- 92 Leser -
  • Szenen aus dem Gerichtssaal XIV

    Vor dem Landgericht besteht in Zivilsachen bekanntlich Anwaltszwang. Die nicht anwaltlich vertretene Partei kann sich also nicht selbst vertreten. In einem Verfahren mit ansehnlichem Streitwert hatte der Beklagte über seinen Rechtsanwalt zwar eine Klageerwiderung verfaßt, die aber eher Fragezeichen aufwarf, da die Einwände nicht geeignet waren, den Anspruch des Klägers zu Fall zu bringen.

    Kanzlei und Recht- 479 Leser -
  • Ganz schön dreist!

    Die Mieterin war aus der Wohnung des Mandanten ausgezogen. Die Miete hatte sie die letzten Monate nur teilweise gezahlt. Die Betriebskostenabrechnung wies eine Nachforderung von über 500,- € auf. Da der Vermieter davon ausging, daß die Taschen der Mieterin leer sein würden, verzichtete er zähneknirschend darauf, seine Ansprüche gegen die Mieterin gerichtlich geltend zu machen ...

    Kanzlei und Recht- 249 Leser -
  • Lotto-Tip GmbH und „Verbraucherdienst e.V.“?

    Gerade im „Gewinnspiel“-Bereich tummeln sich besonders viele schwarze Schafe, die auf die unterschiedlichste Weise versuchen, den Geldbeutel anderer Personen zu schröpfen, sei es, daß sie mit sog. „Cold-Calls“ auf Adressenfang gehen, sei es, daß sie mit gehörigem Nachdruck nicht existente oder zumindest ausgesprochen zweifelhafte Forderungen geltend machen.

    Kanzlei und Recht- 38 Leser -
  • Mandantentyp: „Sie machen das schon“

    Ein gutes Mandatsverhältnis erkennt man (auch) daran, daß Rechtsanwalt und Mandant Hand in Hand an der Sache arbeiten, um sie zu einem erfolgreichen Abschluß zu bringen. Eher unerfreulich sind daher Mandate, in denen den Mandanten die Sache so unangenehm oder lästig ist, daß sie nach Beauftragung des Anwaltes jegliche Mitarbeit einstellen.

    Kanzlei und Recht- 409 Leser -
  • Wenn ein Vergleich (noch) besser als ein Urteil ist

    Der Mandant hatte einen gebrauchten Kfz-Motor für 1.200,- € erworben. Nach einem Jahr zeigte sich, daß dieser – bereits zum Zeitpunkt der Übergabe – mit erheblichen Mängeln behaftet war. Da die Gegenseite eine außergerichtliche Einigung verweigerte, habe ich (unter Berücksichtigung eines Abzuges von pauschal 200,- € für das Jahr der Ingebrauchnahme) 1.

    Kanzlei und Recht- 227 Leser -
  • Wer den Cent nicht ehrt…

    Die Mandantin lag im Clinch mit einem Mobilfunkbetreiber. Aus bereits vor langer Zeit gekündigten Verträgen machte dieser nach langem Schweigen plötzlich Forderungen geltend, die insgesamt nicht nachvollziehbar waren. Nachdem die Mandantin sich zunächst selbst an den Mobilfunkanbieter gewandt, hierbei aber keinen Erfolg erzielt hatte, forderte ich den Mobilfunkanbieter auf, de ...

    Kanzlei und Recht- 335 Leser -
  • Auch Polizeibeamte haben kein unfehlbares Gedächtnis

    Der Verkehrs- und Strafrechtler kann ein Lied davon singen: Polizeibeamte hatten einen von ihnen wahrgenommenen Verkehrsverstoß aufgenommen. Wenn diese Beamten dann Monate später vor Gericht aussagen, muß man sich wundern wie deutlich ihnen das Geschehen noch vor Augen zu stehen scheint. Wenn dann der Beifahrer des Betroffenen, für den solche Vorfälle eher die Ausnahme darstell ...

    Kanzlei und Rechtin Verkehrsrecht- 264 Leser -
  • „Anmache wider Willen“ strafbar?

    Es gibt Anklageschriften, bei denen man sich fragt, ob der Verfasser diese tatsächlich ernst meint. Der Beschuldigte war auf der Suche nach einer Beziehung zu einer Person des anderen Geschlechts, hatte dabei allerdings einen fragwürdigen Ansatz gewählt. So sprach er auf offener Straße Frauen an und fragte sie, ob sie „unverheiratet“ bzw. „allein“ sind.

    Kanzlei und Rechtin Strafrecht- 550 Leser -
  • richterlicher Bluff?

    Eine Baurechtssache. Umfangreich. Die Kläger (vertreten durch uns) legen ein sehr detailliertes, umfangreiches Privatgutachten vor. Der Inhalt wird vorgetragen und unter anderem unter Beweis sachverständiges Zeugniss der Gutachterin gestellt. 1. Akt: Das Gericht lädt – und zwar insbesondere auch die Gutachterin als Zeugin. 2.

    Kanzlei und Recht- 278 Leser -
  • Kleiner Fehler, große Wirkung

    Nach einem Verkehrsunfall hatte ich für die Mandantin den ihr entstandenen Sachschaden eingeklagt. Beide Parteien hatten sich darauf berufen, bei „Grün“ auf die Kreuzung gefahren zu sein, so daß der jeweils andere „Rot“ gehabt haben müsse. Ein unabhängiger Zeuge hatte der Polizei gegenüber zugunsten meiner Mandantin ausgesagt.

    Kanzlei und Rechtin Verkehrsrecht- 275 Leser -
  • So haben wir nicht gewettet!

    Der Gegner, ein Steuerberater, weigerte sich standhaft, meinem Mandanten gehörende Unterlagen herauszugeben. Meinem Mandanten hielt er entgegen, daß er die Unterlagen eher verbrennen als sie an ihn herausgeben werde. Ein anwaltliches Aufforderungsschreiben ließ er unbeantwortet. Also erhob ich Herausgabeklage.

    Kanzlei und Recht- 505 Leser -
  • Beschrankt oder beschränkt?

    Ein ungewöhnliches Geschehen im Straßenverkehr: Der Mandant fährt in eine öffentliche Tiefgarage, die Schranke öffnet sich … und kracht dann unvermittelt auf die Motorhaube seines Fahrzeuges, wo sie eine deutliche Delle hinterläßt. Die Videoaufzeichnung bringt Aufklärung: Der Verkehrsteilnehmer, der die Schranke in einigem Abstand vor dem Mandanten passiert hatte, hatte es vol ...

    Kanzlei und Rechtin Verkehrsrecht- 162 Leser -
  • Manche Mandanten….

    Manchmal hat man das, da ist man stolz auf seine eigene Leistung. Wirklich. So in diesem Fall. Mietrechtsfall, bei der Mandantin war ein Wasserschaden eingetreten, die Mieter über ihr hatten das Wasser laufen lassen, dieses war in die Wohnung der Mandantin eingedrungen. Die Mandantin – ein echtes HB-Männchen – wollte raus aus der Wohnung, so schnell wie möglich.

    Kanzlei und Recht- 425 Leser -
  • Rohrspatz am Telefon

    Immer wieder bemerkenswert, wenn manche Leute meinen, am Telefon mal so richtig ihrem Frust freien Lauf lassen zu müssen. Der Mandant hatte angegeben, daß die Gegnerin einen ihm gehörenden Gegenstand beschädigt habe. Zeugen gibt es dafür auch. Den Schadensbetrag, den er verlangt, darf man als überaus moderat bezeichnen.

    Kanzlei und Recht- 356 Leser -
  • Szenen aus dem Gerichtssaal XV – Gericht knackt Handy

    Das erlebt man auch nicht alle Tage: Der Angeklagte hatte (unstreitig) mit seinem Mobiltelefon ein Video angefertigt. Das Video sollte nun im Gerichtssaal in Augenschein genommen werden. Die Richterin teilte leicht konsterniert mit, daß die gerichtseigenen PCs (wieder einmal) nicht in der Lage seien, das Video abzuspielen, so daß sie kurzerhand auf das sichergestellte Mobiltel ...

    Kanzlei und Rechtin Strafrecht- 596 Leser -
  • Wenn Nachbarn sich so richtig gern haben

    Die Parteien sind Nachbarn. Zahlreich sind die Meinungsverschiedenheiten, die das nachbarliche Verhältnis in der Vergangenheit trübten. Nun begehrte der Gegner Schadensersatz von meinem Mandanten und hatte mit der Geltendmachung einen Anwalt beauftragt. Die Schadenshöhe war jedoch in keinem einzigen Punkt nachvollziehbar dargestellt und beruhte weitestgehend auf Schätzungen.

    Kanzlei und Recht- 160 Leser -
  • Das Benzin hat keinen Schaden genommen

    Unter welchen Umständen hat eigentlich der Haftpflichtversicherer nach einem Totalschaden den Benzinrest im Fahrzeug des Geschädigten zu ersetzen? In einem jüngst hier eingegangenen Schreiben verweist (wieder einmal) ein Haftpflichtversicherer darauf, daß eine Ersatzpflicht ausscheide. Das Benzin sei schließlich unbeschädigt.

    Kanzlei und Rechtin Verkehrsrecht- 223 Leser -
  • Rosamunde Pilcher und die Berufung in Strafsachen

    Der Mandant war wegen einer Straftat angeklagt worden, die man nur als absolute Bagatelle bezeichnen kann. Es war auch hoch streitig, ob er die Tat überhaupt begangen hatte. Im Hintergrund standen Streitigkeiten nach einer Trennung von seiner Ehefrau. Zu einer Einstellung des Verfahrens waren Amtsgericht und Staatsanwaltschaft in erster Instanz nicht zu bewegen.

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Kanzlei und Recht

- Erzählenswertes aus dem Blickwinkel einer Anwaltskanzlei -

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