Udo Vetter - Seite 2

  • Zurückhaltung, bitte

    Ein Anwaltskollege hatte unwillkommenen Besuch. Die Polizei stand bei ihm in der Bürotür, versehen mit einem Durchsuchungsbeschluss. Immerhin hatte die verantwortliche Richterin klare Vorgaben für die Durchsuchung gemacht: Die Vollstreckungshandlungen gegen den Beschuldigten Rechtsanwalt R. sind durch den Einsatz zivil gekleideter Beamter während der üblichen Geschäftszeiten ...

    Udo Vetter/ LawBlog- 522 Leser -
  • Zeuge oder Beschuldigter? Beides!

    Für den cleveren Polizeibeamten liegt mitunter ein grober Klotz auf dem Weg zum Fahndungserfolg: das Gesetz. Es schränkt die Möglichkeiten mitunter ein, und das aus guten Grund. Stichwort Rechtsstaat. So ein Widrigkeit begegnete Beamten jetzt in einem alltäglichen Fall. Jemand soll mit dem Auto meines Mandanten nicht nur gefahren sein.

    Udo Vetter/ LawBlog- 385 Leser -
  • „… mindestens ca.“

    Aus einer Anklageschrift in einem Drogenprozess: … versandte der Angeklagte jeweils zu einem im Einzelnen nicht mehr bestimmbaren Zeitpunkt jeweils 600 ml Methadon-Hydrochlorid Lösung 1 % (entsprechend mindestens ca. 6 g Methadon-Hydrochlorid). Die Formulierung „mindestens ca.“ übernahm auch der Strafrichter kritiklos in sein Urteil.

    Udo Vetter/ LawBlog- 282 Leser -
  • Sommerpause

    Das law blog macht eine Sommerpause. Ab dem 7. September geht es weiter. Lesern, die trotzdem ml vorbei schauen wollen, möchte ich einen Blick ins Archiv empfehlen. Dort finden sich alle B ...

    Udo Vetter/ LawBlog- 50 Leser -
  • Gespräche mit Alexa

    Haben Sie heute schon mit Alexa gesprochen? Oder haben Sie einer Smartphone-App Sprachbefehle aufgetragen? Dann ist vielleicht meine neue ARAG-Kolumne für Sie interessant. Der Beitrag beschäftigt sich mit den Vor- und Nachteilen der Sprachsteuerung, die immer mehr in unserem Alltag Einzug hält. Hie ...

    Udo Vetter/ LawBlog- 184 Leser -
  • Auch Reichsbürger dürfen Auto fahren

    Bloß weil ein Straßenverkehrsamt einen Autofahrer in die Nähe der „Reichsbürgerbewegung“ rückt, darf diesem nicht die Fahrerlaubnis entzogen werden. Die Stadt Freiburg hatte von einem mutmaßlichen Reichsbürger verlangt, dass dieser ein psychiatrisches Gutachten vorlegt. Als der Mann dies verweigerte, wurde ihm die Fahrerlaubnis entzogen.

    Udo Vetter/ LawBlog- 228 Leser -
  • Immer erst von hinten lesen

    Wenn ich Behördenakten lese, fange ich immer hinten an. Kann ja sein, dass sich seit Beginn des Verfahrens schon was Relevantes ereignet hat. Es wäre ja übel, nach anderthalb Stunden Lektüre festzustellen, dass der Staatsanwalt das Verfahren schon sich aus eingestellt hat. Zum Beispiel mangels Tatverdachts.

    Udo Vetter/ LawBlog- 412 Leser -
  • Bank muss kostenlos Auskunft geben

    Es gibt ja kaum eine Dienstleistung, die sich Banken heutzutage nicht bezahlen lassen. Aber nicht jede Gebühr ist auch tatsächlich gerechtfertigt. So kassiert die Postbank zum Beispiel sechs Euro, wenn ein Kunde sein Passwort oder seine Postbank-ID vergessen hat. Ganz in Ordnung dürfte das allerdings nicht sein – und die Postbank scheint dies auch zu wissen.

    Udo Vetter/ LawBlog- 230 Leser -
  • Lesen als „Strafe“

    Mal ein Buch lesen – das hat sicher noch niemandem geschadet. Genau das denken sich in München auch Jugendrichter. So verdonnerte eine Richterin jetzt einen 29-Jährigen zu 20 Stunden Lektüre. Der junge Mann war wiederholt aufgefallen, weil das Nummernschild an seinem Motorrad falsch befestigt und damit nur schwer zu entziffern war. Also keine großartige Sache.

    Udo Vetter/ LawBlog- 178 Leser -
  • Keine vernünftige Argumentation

    Falls Sie heute an einem Kindergarten vorbeikommen oder sich gar etwas länger in dessen Nähe aufhalten, geben Sie Gas. Sonst landen Sie in der Verbrecherkartei der Polizei. Nur deswegen. So ist es jetzt einem Mann in München passiert, und die Münchner Polizei ist auch noch stolz auf ihr Vorgehen. Das kann man im Pressebericht für den 10. August 2017 (Nr. 1253) nachlesen.

    Udo Vetter/ LawBlog- 230 Leser -
  • ?!?!?!

    ?!?!?! Aus einem Anhörungsbrief der Polizei: Die Kommissarin gehört unverkennbar bereits zur Gener ...

    Udo Vetter/ LawBlog- 223 Leser -
  • Gericht stoppt Frauenförderung der Polizei

    Friedrich Wilhelm I. verlangte „Lange Kerls“ in seinem Leibregiment. 1,85 Meter mussten die Soldaten mindestens messen. Bei der Polizei in Nordrhein-Westfalen gibt man sich bei der Körpergröße bescheidener: Frauen dürfen mit 1,63 Metern in den Polizeidienst, Männer mit 1,68 Metern. Das war jedenfalls bislang so. Das Verwaltungsgericht Düsseldorf hat die Regelung nun für unwirksam erklärt.

    Udo Vetter/ LawBlog- 207 Leser -
  • Schöner wohnen, offline

    Aus dem Bericht über die Durchsuchung einer sehr schönen, sehr teuren und extrem nobel eingerichteten Eigentumswohnung: In dem gesamten Objekt wurde keinerlei PC-Technik, Zubehör wie Router oder Speichermedien gefunden. Es fanden sich auch keine Möbelstücke, auf denen noch vor kurzem ein PC o.ä. abgestellt gewesen sein könnte.

    Udo Vetter/ LawBlog- 453 Leser -
  • Moderne Zeiten

    Moderne Zeiten Aus einer Anfrage: Sehr geehrter Herr Anwalt, kann ich für Ihre Dienste auch in Bitcoins z ...

    Udo Vetter/ LawBlog- 192 Leser -
  • Überlastung, hausgemacht

    Die Strafjustiz ist ja so schrecklich überlastet. Mal abgesehen vom Wahrheitsgehalt dieser Aussage, ist jedenfalls eines klar: Viele der Probleme sind hausgemacht. Als kleines Beispiel möchte ich eine Anklage nennen, die gegen einen meiner Mandanten erhoben wurde. Bei einer Rangelei, an der er zunächst nicht direkt beteiligt war, soll mein Mandant dazwischen gegangen sein.

    Udo Vetter/ LawBlog- 397 Leser -
  • Mal nicht das volle Programm

    Wo wir heute schon mal bei Drogen sind (siehe den letzten Beitrag), findet sich in der nächsten Ermittlungsakte auf meinem Schreibtisch der Beweis. Der Beweis dafür, dass die Polizei nicht unbedingt jedem immer gleich was Böses will. Mein Mandant war von einer Polizeistreife in einem Kneipenviertel angehalten worden.

    Udo Vetter/ LawBlog- 278 Leser -
  • Herr A will sein Geld zurück

    Aus einem Polizeibericht, es geht um ein kleines Drogengeschäft vor einer Diskothek: Der Beschuldigte A äußerte sich sinngemäß wie folgt: Er habe vom Beschuldigten B zwei Steine MDMA kaufen wollen. Dafür habe er ihm 50 Euro gegeben. Dann sei der Beschuldigte B von den Türstehern angesprochen und überwältigt worden. Der Zeuge A habe seine Drogen also gar nicht erhalten.

    Udo Vetter/ LawBlog- 177 Leser -
  • Nicht hinnehmbares Gefühl des Überwachtwerdens

    Der Deutsche Anwaltverein (DAV) warnt vor dem Einsatz von Gesichtserkennungssystemen an öffentlichen Plätzen und bezweifelt, dass dies den Vorgaben des Bundesverfassungsgerichts entspricht. Nach Ansicht des DAV-Präsidenten Ulrich Schellenberg gibt es keine Rechtsgrundlage für diese Maßnahme. Anlass für die Kritik ist der Start eines Pilotprojekts zur Gesichtserkennung am Bahn ...

    Udo Vetter/ LawBlog- 143 Leser -
  • Bevor sich die Gefängnistüren öffnen…

    Die gute Nachricht war: Ich konnte mich mit dem Staatsanwalt darauf verständigen, dass mein Mandant gegen Auflagen aus der Untersuchungshaft entlassen wird. Die schlechte: Bevor sich die Gefängnistore öffneten, durfte ich einigen Papierkram und Lauferei erledigen. Das sah so aus: Abends bereitete ich schon mal das Formular für die Kaution vor.

    Udo Vetter/ LawBlog- 348 Leser -
  • Jemand hat ein Nachschlüsselchen verwendet

    Zu einem fast epischen Vergehen soll es vor kurzem an einem „Fernverkehrsknoten der Deutschen Bahn“ gekommen sein. Ich greife nur den Sprachgebrauch der zuständigen Bundespolizei auf. Die Beamten ermitteln, welche unbefugte Person Plakate in einige der zahlreichen Schaukästen eines großen Werbeaufstellers „eingebracht“ hat.

    Udo Vetter/ LawBlog- 223 Leser -
Cookies helfen bei der Bereitstellung unserer Dienste. Durch die Nutzung erklären Sie sich mit der Cookie-Setzung einverstanden. Mehr OK