Carsten R. Hoenig

  • Das richtige Strafmaß aus Sicht des Berufungsgerichts

    Der Mandant wurde vom Amtsgericht zu einer bedingten Freiheitsstrafe verurteilt. Es gab Zoff unter Saufkumpanen um eine Flasche Jim Beam. Nachts um 3 Uhr. Die Staatsanwaltschaft sah in dem Tatgeschehen einen Raub, die Verteidigung war mit der Körperverletzung einverstanden (also mit der Verurteilung wegen der Körperverletzung ;-) ).

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  • Das letzte halbe Hähnchen vor dem Haftantritt

    Kennen Sie den? Kommt ein Mann mit einen halben Hähnchen zu Tierarzt und fragt: „Kann man da noch etwas machen?“ Dieser Witz ist in unserer Kanzlei schon vor vielen Jahren zu einem Running Gag geworden. Und wird in Fällen wie dem folgenden bemüht. Dem Mandanten wurden drei Straftaten zur Last gelegt, für die er im Strafbefehlsverfahren verurteilt wurde.

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  • DHL – Die Reaktion auf die Beschwerde

    Meine Strafanzeige gegen eine unbekannte DHL wegen diffuser Paket-in-der-Gegend-Verteilung blieb erwartungsgemäß bei Frachtführer nicht unbemerkt. Via Twitter erhielt ich aber die Botschaft, daß @DHLPaket für Strafanzeigen nicht zuständig sei. Ich habe dann vorgeschlagen, die Überschriften auszutauschen und den Text statt mit „Strafanzeige“ mit „Beschwerde“ zu überschreiben.

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  • Strafanzeige gegen DHL

    Nachdem bereits in der vergangenen Woche zwei von DHL transportierten (nicht: zugestellten!) Pakete statt in unserer Kanzlei, im Keller des Restaurants unten in unserm Haus gefunden wurden – eines davon mit dringend benötigtem medizinischen Bedarf, das andere mit einer Gerichtsakte aus Eilenburg – hatte wir am Dienstag erneut das Vergnügen.

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  • Selbstnichtlesenkönnenverfahren

    Ein wesentlicher Grundsatz in unserem Strafprozeß ist die Mündlichkeit. Das ist gerade in umfangreichen Wirtschaftsstrafsachen oftmals mehr als lästig. Weil unsere Prozessordnung nicht von Kafka geschrieben wurde, soll und muß die Öffentlichkeit die Möglichkeit haben, die Verfahren zu beobachten. Der Öffentlichkeitsgrundsatz und die daraus resultierende Mündlichkeit sind grund ...

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  • Das erste Mal: Kreditkarten-Glückspiel

    Seit ewigen Zeiten schon gehört die Kreditkarte zu meinen üblichen Zahlungsmitteln. Bisher hatte ich auch noch nie Probleme damit. Aber irgendwann ist es immer das erste Mal. Diese Abrechnung beinhaltet drei Lastbuchungen von STARS GROSSBRITANNIEN, die irgendwoher an meine Kreditkartendaten gekommen sind. Von mir haben die sie jedenfalls nicht.

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  • Schuld sind immer die anderen

    Aus dem Beschluss des Landgerichts Koblenz vom 29. Mai 2017, mit dem das Aktionsbüro-Mittelrhein-Verfahren gemäß § 206a StPO wegen des Verfahrenshindernisses der u?berlangen Verfahrensdauer eingestellt wurde: Darüber hinaus kam es zu Abbrüchen von Hauptverhandlungstagen durch zwei Stinkbombenanschläge mit Buttersäure im und vor dem Sitzungssaal, die zur teilweisen Räumung des ...

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  • U-Bahnhof Schönleinstraße: Haftbefehle aufgehoben

    Kurz vor dem Wochenende hat das Landgericht Berlin die Haftbefehle gegen fünf der sechs Angeklagten aufgehoben. Den sechs Angeklagten wird vorgeworfen, im U-Bahnhof Schönleinstraße einen schlafenden Obdachlosen angezündet zu haben. Die Anklage ordnete diese Tat als versuchten Mord ein. Die Vorsitzende Richterin hat nach gut einmonatiger Beweisaufnahme am Vormittag einen recht ...

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  • Keine Langeweile für Wirtschaftsstrafrechtler

    Die bekannten und in bestimmten Kreisen der Bevölkerung beliebten Umsatzsteuer-Karussells – Insider sprechen auch von Missing trader fraud – sind eigentlich out. Zuviele Steuerfahnder haben das System mittlerweile verstanden. Deswegen haben sich findige Sparfüchse neue Steuertricks einfallen lassen: Die Cum-Cum- oder Cum-Ex-Tricks.

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  • DHL – mal wieder nicht da!

    Es ist unfassbar. Jahrelang lief das prima mit dem Zusteller von DHL. Ein freundlicher, hilfsbereiter und zuverlässiger Mann. So ähnlich sind wir ja schließlich auch. Und dann das: Seit ein paar Monaten setzt das Unternehmen aber täglich andere Nasen ein, die die an uns gerichteten Pakete in der ganzen Nachbarschaft verteilen. Weil wir angeblich die Tür nicht geöffnet hätten.

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  • Aktives Nichtstun

    Gottfried Gluffke wurde der Handel mit Betäubungsmitteln in nicht geringer Menge (§ 29a BtMG) vorgeworfen. Eigentlich wollte er dem Polizeibeamten „alles erklären“. Schließlich habe er ja nichts zu verbergen. Ich habe ihm dennoch geraten, sich besser mit „Erklärungen“ zurück zu halten. Das ist Gluffke schwer gefallen, aber er war nicht beratungsresistent.

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  • Digitale Dilettanten bei der Staatsanwaltschaft Cottbus

    Seit August 2016 versuche ich in einer für den Mandanten existenzbedrohenden Strafsache Akteneinsicht zu erhalten. Mithilfe von wiederholten Erinnerungen, Dienstaufsichtsbeschwerde und Verzögerungsrüge ist es mir gelunden, ein wenig Schwung in die Bude der Staatsanwaltschaft Cottbus zu bekommen. Nun hat sich etwas bewegt. Das Ergebnis habe ich in Form vierer Datenträger erhalten.

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  • Erst die Straftat und dann der Verdacht?

    Manche Ermittlern möchte man nochmal zur Intensivbetreuung durch einen Nachhilfe-Lehrer in die Grundschule schicken. Der Mann, der den unten zitierten Bericht geschrieben hat, bekommt monatlich am Ersten im Voraus frei Konto sein Gehalt dafür, daß er auf unseren Rechtsstaat aufpaßt. Und was macht er? Sowas hier: Ich habe vor vielen Jahren mühsam gelernt: Erst entsteht irgen ...

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  • Professionelle Rechtswegerschöpfung im Wald

    Im Zusammenhang mit der Beschwerde von Deniz Yücel hatte ich in einem Blogbeitrag vor übertriebenem Optimismus gewarnt. Und auf die Fallstricke hingewiesen, die das sogenannte Subsidiariätsprinzip (Art. 90 Abs. 2 S. 1 BVerfGG) über den Rechtsweg zum Bundesverfassungsgericht spannt. Ein schönes Beispiel … … dafür, daß selbst anerkannte Profis über diese Vorschrift stolpern kön ...

    Carsten R. Hoenig/ kanzlei-hoenig.de- 327 Leser -
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